| Dokumentenidentifikation |
EP2224294 14.10.2010 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0002224294 |
| Titel |
Mechanismus zum Einstellen des Minutenzeigers einer Uhr mit automatischer Nullstellung des Sekundenzeigers |
| Anmelder |
Glashütter Uhrenbetrieb GmbH,01768 Glashütte/Sachsen,DE |
| Erfinder |
Heise, Jörn,07407, Rudolstadt,DE |
| Vertreter |
derzeit kein Vertreter bestellt |
| Vertragsstaaten |
, AT, , BE, , BG, , CH, , CY, , CZ, , DE, , DK, , EE, , ES, , FI, , FR, , GB, , GR, , HR, , HU, , IE, , IS, , IT, , LI, , LT, , LU, , LV, , MC, , MK, , MT, , NL, , NO, , PL, , PT, , RO, , SE, , SI, , SK, , TR, |
| Sprache des Dokument |
de |
| EP-Anmeldetag |
27.02.2009 |
| EP-Aktenzeichen |
091539247 |
| WO-Anmeldetag |
27.02.2009 |
| EP-Offenlegungsdatum |
01.09.2010 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
14.10.2010 |
| IPC-Hauptklasse |
G04B 27/00 (2006.01) A, F, I, 20090825, B, H, EP
|
| Beschreibung[de] |
|
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Uhr mit wenigstens
einem Minutenzeiger und einem Sekundenzeiger und einem Uhrwerk, welches einen Mechanismus
zum Einstellen des Minutenzeigers aufweist. Dieser Mechanismus umfasst eine Stellwelle,
die durch Ziehen bzw. Drücken einer Krone in axialer Richtung zwischen einer
Normalposition und einer Stellposition verstellbar ist. Die Stellwelle ist in ihrer
Stellposition derart mit einer Minutenradgruppe des Uhrwerkes gekoppelt, dass eine
Drehung der Stellwelle ein Verstellen des Minutenzeigers bewirkt. Darüber hinaus
wirkt die Stellwelle mit einem Nullstellmechanismus zusammen, welcher bei einer
Bewegung der Stellwelle in die Stellposition den Sekundenzeiger in seine Nullstellung
antreibt, ihn in dieser Nullstellung blockiert, während die Stellwelle sich
in der Stellposition befindet, und ihn bei einer Bewegung der Stellwelle zurück
in ihre Normalposition wieder freigibt.
Uhren mit derartigen Mechanismen sind aus dem Stand der
Technik bereits bekannt. So offenbart beispielsweise die CH
18774/71 eine Uhr, die mit einem solchen Nullstellmechanismus versehen
ist. Zieht man die Krone, um die Uhrzeit einzustellen, wird der Sekundenzeiger auf
Null gestellt und in dieser Position gehalten, bis die Krone wieder gedrückt
wird.
Ein Nachteil der bekannten Mechanismen ist, dass der Zusammengang
zwischen Sekunden- und Minutenzeiger bei dem Einstellvorgang verloren geht. Wenn
der Benutzer bei gezogener Krone (Stellwelle in Stellposition) die Krone und damit
die Stellwelle dreht, wird das Minutenrohr, auf dem der Minutenzeiger sitzt, über
ein entsprechendes Räderwerk gedreht. Dabei kann sich der Minutenzeiger nach
dem Einstellvorgang in einer beliebigen Position befinden, beispielsweise in der
Mitte zwischen zwei Minutenindizes. Läuft das Uhrwerk nach dem Drücken
der Krone wieder an, so läuft der Sekundenzeiger von Null los, während
der Minutenzeiger von einer beliebigen Position aus losläuft. Minutenzeiger
und Sekundenzeiger laufen somit asynchron.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
diesen Nachteil zu überwinden.
Diese Aufgabe wird ausgehend vom Oberbegriff des Anspruchs
1 durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Der erfindungsgemässe Rastmechanismus, mit dem die
Minutenradgruppe des Uhrwerkes versehen ist, erlaubt 60 Raststellungen. Dreht man
die in ihrer Stellposition befindliche Stellwelle, so bewegen sich das Minutenrohr
und damit der Minutenzeiger schrittweise, und zwar so, dass der Minutenzeiger nur
von einem Minutenindex zum nächsten verstellt werden kann. Der Minutenzeiger
kommt also nie zwischen zwei Minutenindizes zu liegen. Drückt man die Krone,
so dass das Uhrwerk wieder losläuft, so startet der Minutenzeiger von einem
Minutenindex, und der Sekundenzeiger von Null, und die beiden Zeiger sind damit
synchron.
Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind
in den Unteransprüchen und in der nun folgenden Beschreibung beschrieben.
Gemäss einer besonders vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung umfasst der Rastmechanismus einen konzentrisch mit einem Minutenrad
angeordneten und mit 60 Rastnasen an seinem Innenumfang versehen Rastring und wenigstens
eine innerhalb des Rastrings angeordnete, verschwenkbar gelagerten Rastklinke. Diese
Rastklinke ist dabei von einem Federelement radial nach aussen beaufschlagt und
verrastet mit den Rastnasen des Rastrings. Dreht man bei gezogener Krone die Stellwelle,
so wird der Rastring in Bezug auf die Rastklinke gedreht. Die Rastklinke wird durch
die Form der innen an dem Rastring ausgebildeten Rastnasen entgegen die Kraft des
sie nach aussen drückenden Federelementes jeweils radial nach innen gedrückt,
und verrastet dann nach wieder mit der nächsten Rastnase. Man erhält so
auf einfache und zuverlässige Weise die schrittweise Verstellung des Minutenzeigers.
Vorzugsweise umfasst der Rastmechanismus zwei symmetrisch
angeordnete Rastklinken, die jeweils von einem Arm des Federelementes radial nach
aussen beaufschlagt sind. Das Federelement ist im übrigen vorzugsweise zweiteilig
ausgebildet, um seine Montage zu erleichtern.
Gemäss einer besonders vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung umfasst der Nullstellmechanismus einen durch eine axiale Bewegung
der Stellwelle verschwenkbaren Hebel, der bei einer Bewegung der Stellwelle in die
Stellposition über ein Zwischenglied einen Nullstellhebel verschwenkt, welcher
seinerseits einen Nullstellantrieb betätigt, der den Sekundenzeiger in seine
Nullstellung antreibt.
Der verschwenkbare Hebel ist dabei vorzugsweise ein Winkelhebel
und weist eine Verzahnung auf. Diese Verzahnung kann mit einer entsprechenden Verzahnung
des Zwischengliedes zusammenwirken.
Vorzugsweise weist das Zwischenglied eine nockenartige
Stellfläche und/oder eine Verzahnung auf, die mit dem Nullstellhebel zusammenwirkt.
Die Schwenkbewegung des Winkelhebels wird dann zunächst über die ineinander
greifenden Verzahnungen an das Zwischenglied übertragen, welches eine Drehbewegung
ausführt. Über die Stellfläche und/oder die zweite Verzahnung des
Zwischengliedes wird der Nullstebelhebel verschwenkt.
Der Nullstellhebel betätigt dann den Nullstellantrieb,
wobei dieser vorzugsweise eine herzförmige Stellkurve umfasst. Solche auch
als Sekundenherz bezeichneten herzförmigen Stellkurven zum Nullstellen des
Sekundenzeigers sind aus dem Stand der Technik hinreichend bekannt.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung ist der Nullstellhebel zweiarmig ausgebildet ist, wobei ein erster Arm
den Nullstellantrieb betätigt, und ein zweiter Arm einen Anhaltemechanismus
zum Anhalten einer Unruh der Uhr betätigt. Dabei ist der zweiarmige Hebel vorzugsweise
so ausgebildet, dass beim Ziehen der Krone der Anhaltemechanismus bereits kurz vor
dem Nullstellantrieb betätigt wird. Die Nullstellung des Sekundenzeigers erfolgt
also erst dann, wenn der Sekundenzeiger nicht mehr von dem Uhrwerk bewegt wird.
Gemäss einer besonders vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung weist der Nullstellhebel einen federnd ausgebildeten Bereich auf.
Bei einem zweiarmigen Nullstellhebel ist es dabei besonders vorteilhaft, wenn der
erste Arm, d.h. derjenige Arm, der den Nullstellantrieb betätigt, federnd ausgebildet
ist. Durch die Federung kann die Kraft, die auf den Nullstellantrieb wirkt, passend
dosiert werden, nämlich so, dass zuverlässig eine Nullstellung erzielt
wird, die Sekundenradgruppe aber nicht beschädigt wird.
Um die Verstellung des Minutenzeigers vom Kraftfluss zu
entkoppeln, sind die Kleinbodenradgruppe und die Sekundenradgruppe des Uhrwerkes
vorzugsweise jeweils doppelt ausgeführt. Dabei liegt jeweils ein Teil im Kraftfluss
zwischen Federhaus und Unruh, während der andere Teil direkt oder indirekt
mit dem Minutenrad in gekoppelt ist.
Genauer kann beispielsweise die Kleinbodenradgruppe des
Uhrwerkes zwei übereinander angeordnete und über eine Reibkupplung miteinander
gekoppelte Kleinbodenräder umfassen, wobei ein erstes Kleinbodenrad mit der
Minutenradgruppe in Verbindung steht, und ein zweites Kleinbodenrad im Kraftfluss
zwischen einem Federhaus und einer Unruh sitzt. Analog dazu kann die Sekundenradgruppe
des Uhrwerkes zwei übereinander angeordnete und über eine Reibkupplung
miteinander gekoppelte Sekundenräder umfassen, wobei ein erstes Sekundenrad
mit dem Nullstellantrieb und über die Kleinbodenradgruppe mit der Minutenradgruppe
in Verbindung steht, und ein zweites Sekundenrad im Kraftfluss zwischen Federhaus
und Unruh sitzt. Wenn sich die Stellwelle in ihrer Normalposition befindet, bewegen
sich die über die Reibkupplung gekoppelten beiden Kleinbodenräder und
die beiden Sekundenräder jeweils miteinander. Wenn die Stellwelle sich in ihrer
Stellposition befindet, wird über den Nullstellantrieb das erste Sekundenrad
gedreht, um den Sekundenzeiger auf Null zu stellen. Gleichzeitig blockiert der Anhaltemechanismus
die Unruh und damit den Kraftfluss. Die beiden mit dem Nullstellantrieb in Wirkverbindung
stehenden Hälften der Sekundenradgruppe und der Kleinbodenradgruppe bewegen
sich nun in Bezug zu ihren jeweiligen im Kraftfluss liegenden anderen Hälften.
Wird die Krone wieder gedrückt, werden der Nullstellantrieb
und die Unruh wieder freigegeben. Die Reibkupplungen sorgen dabei für ein spielfreies
anlaufen der dank des erfindungsgemässen Mechanismus synchronisierten Sekunden-
und Minutenzeiger.
Im Folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren beschrieben.
Dabei zeigen die Figuren im Einzelnen:
- Fig. 1: eine perspektivische Ansicht
eines Teils eines Uhrwerks einer Uhr, wobei eine Stellwelle sich in ihrer Normalposition
befindet;
- Fig. 2A: eine seitliche Ansicht des
gleichen Uhrwerkteils, wobei die Stellwelle sich in ihrer Normalposition befindet;
- Fig. 2B: eine Draufsicht des gleichen
Uhrwerkteils, wobei die Stellwelle sich in ihrer Normalposition befindet;
- Fig. 3A: die gleiche Ansicht wie
Fig. 2A, wobei die Stellwelle sich nun
in ihrer Stellposition befindet;
- Fig. 3B: die gleiche Ansicht wie
Fig. 2B, wobei die Stellwelle sich nun
in ihrer Stellposition befindet;
- Fig. 4A: eine Draufsicht auf eine Minutenradgruppe
des Uhrwerkteils aus den Fig. 1 bis
3;
- Fig. 4B: einen Schnitt entlang der
Linie B-B in Fig. 4A;
- Fig. 4C: eine Explosionsdarstellung
der Minutenradgruppe aus den Fig. 4A und 4B.
Die Fig. 1A zeigt eine perspektivische Ansicht eines Teils
eines Uhrwerks einer Uhr gemäss der Erfindung. Der gleiche Uhrwerkteil ist
in den Fig. 2A und 3A
in Draufsicht und in den Fig. 2B und
3B in seitlicher Ansicht dargestellt. Dabei
ist die Stellwelle 16 in Fig. 2A und 2B
wie in Fig. 1 in ihrer Normalposition,
während sie in Fig. 3A und 3B axial
nach aussen in ihre Stellposition verstellt ist. Wenn die Stellwelle 16 sich, wie
in den Fig. 1, 2A
und 2B, in ihrer Normalposition befindet, so läuft das Uhrwerk normal.
Die Einzelheiten der Funktion des Uhrwerkes sind dem Fachmann hinreichend bekannt
und nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung, so dass sie hier nicht näher
beschrieben werden. Für die Bedeutung der im Folgenden nicht näher erläuterten
Bezugsziffern wird auf die sich an die Figurenbeschreibung anschliessende Bezugszeichenliste
verwiesen.
Wie man insbesondere in den seitlichen Ansichten der
Fig. 2A und 3A
erkennt, umfasst eine Kleinbodenradgruppe 34 des Uhrwerkes zwei übereinander
angeordnete und über eine Tellerfeder 35 miteinander gekoppelte Kleinbodenräder
34a, 34b. Das obere Kleinbodenrad 34a steht mit einer Minutenradgruppe 40 in Verbindung,
während das untere Kleinbodenrad 34b im Kraftfluss zwischen einem Federhaus
10 und einer Unruh 26 sitzt.
Eine Sekundenradgruppe 32 des Uhrwerkes ist ebenfalls zweiteilig
ausgeführt. Auch hier liegt ein unterer Teil mit einem Sekundenrad 32a im Kraftfluss
zwischen dem Federhaus 10 und der Unruh 26. Dieses untere Sekundenrad 32 ist ebenfalls
über eine Reibkupplung, z.B. eine Tellerfeder oder eine Spreizfeder mit einem
oberen Sekundenrad 32b gekoppelt, welches mit einem Nullstellherz 32c und einem
Sekundenachse 32d drehfest verbunden ist. Der obere Teil der Sekundenradgruppe,
d.h. das obere Sekundenrad 32b, das Nullstellherz 32c und das Sekundenachse 32d,
stehen über die Kleinbodenradgruppe 34 mit der Minutenradgruppe 40 in Verbindung.
Bei eingedrückter Krone hält ein Winkelhebel
18 mit einer 18a Verzahnung ein Zwischenglied 20 mit einer in die Verzahnung 18a
des Winkelhebels 18 eingreifenden Verzahnung 20a. Das Zwischenglied 20 hält
seinerseits über eine zweite Verzahnung 20b einen Nullstellhebel 22. Dabei
ist eine Verzahnung 22a des Nullstellhebels 22 mit der zweiten Verzahnung 20b des
Zwischengliedes in Eingriff. Der Nullstellhebel 22 teilt sich in einen Nullstellarm
22b und einen Anhaltearm 22c, deren Funktion bei Betrachtung der Fig.
3B klar werden wird. Befindet die Stellwelle 16 sich in ihrer Normalposition,
so werden beide Arme 22b, 22c jeweils in einer neutralen Position gehalten.
Beim Ziehen der Krone wird, d.h. beim Verstellen der Stellwelle
16 in ihre Stellposition (vgl. Fig. 3A und 3B),
wird der Winkelhebel 18 verschwenkt und dreht dann durch seine Verzahnung 18a das
ebenfalls verzahnte Zwischenglied 20. Über die zweite Verzahnung 20c und die
Stellfläche 20b verschwenkt das Zwischenglied 20 den Nullstellhebel 22. Der
Nullstellarm 22b des Nullstellhebels 22 wird dadurch gegen das zur Sekundenradgruppe
32 gehörige Nullstellherz 32c gedrückt, und das Sekundenachse 32d mit
dem Sekundenzeiger wird auf die Nullposition bewegt und dort fixiert.
Gleichzeitig gibt ein Anhaltearm 22c des Nullstellhebels
22 kurz vor Erreichen des Wirkbereiches des Nullstellherzens 32c einen Bremshebel
23 frei, der wiederum eine Bremsfeder 24 frei gibt, die dann die Unruh 26 und damit
das Uhrwerk anhält.
Der Nullstellarm 22b des Nullstellhebels 22 ist vergleichsweise
dünn und dadurch federnd ausgebildet. Die Kraft, mit der der Nullstellarm 22b
auf das Nullstellherz 32c einwirkt, wird durch diese Federung dosiert, und die genaue
Form des Nullstellarms 22b und damit die Federkraft ist so gewählt, dass die
Nullstellung des in den Figuren nicht dargestellten Sekundenzeigers zuverlässig
funktioniert, die Sekundenradgruppe 32 aber nicht beschädigt wird. Durch die
besonders angeordnete Verzahnung 20b, 22a zwischen dem Zwischenglied 20 und dem
Nullstellhebel 22 wird das Drehmoment, das sich durch die Federkraft des Nullstellarmes
22b aufbaut, nicht zu dem Winkelhebel 18 weiter übertragen. Die Stellwelle
16 und damit die Krone können somit problemlos zum Einstellen der Uhrzeit gedreht
werden, ohne dass die Stellwelle sich selbsttätig wieder in ihre Normalposition
zurück bewegt.
Beim Drehen der Stellwelle 16 wird der nicht dargestellte
Minutenzeiger über ein Minutenrohr 43 gedreht. Die Drehung der Stellwelle 16
wird dabei in bekannter Weise über ein entsprechendes Räderwerk (u.a.
Wechselrad 36) an das Minutenrohr 43 übertragen. Durch den in den
Fig. 4A, 4B und 4C genauer erkennbaren
Rastmechanismus der Minutenradgruppe 40 erfolgt diese Bewegung schrittweise von
einem Minutenindex zum nächsten. Wie man in den Fig.
4A, 4B und 4C sieht, ist ein Rastring 44 vorgesehen, der konzentrisch zu
dem Minutenrad 42 ist, wobei der Aussendurchmesser des Rastringes 44 etwas kleiner
ist als der des aussen verzahnten Minutenrades 42. Der Rastring ist drehfest mit
dem Minutenrohr 43 verbunden (vg. Fig. 4B)
und ist an seinem Innenumfang mit 60 Rastnasen 45 versehen. Diese Rastnasen 45 definieren
in Zusammenwirkung mit zwei Rastklinken 46 die 60 möglichen Positionen des
Minutenrohres 43 und damit des Minutenzeigers. Die beiden Rastklinken 46 sind jeweils
an einem Lagerzapfen 47 auf dem Minutenrad 42 verschwenkbar gelagert. Eine zur Vereinfachung
der Montage zweiteilig ausgebildete Spreizfeder 48, die mittig auf dem Minutenrad
42 sitzt, drückt das den Lagerzapfen 47 entgegen gesetzte Ende der beiden Rastklingen
46 nach aussen, so dass die beiden Rastklingen 46 jeweils mit einer Anlagefläche
46a an einer Rastnase 45 des Rastringes 44 zur Anlage kommen.
Dreht man bei gezogener Krone die Stellwelle 16, so wird
das das Minutenrohr 43 mit dem Rastring 44 über das Wechselrad 36 und das dieses
mit der Stellwelle 16 verbindende Räderwerk in Bezug auf das Minutenrad 42
mit seinen Rastklinken 46 verdreht. Da das Nullstellherz 32c blockiert ist, wird
das Minutenrad 42 dabei von der Kleinbodenradgruppe 34 blockiert (vgl.
Fig. 3A und 3B). Die Rastklinken 46 werden
dabei von den Rastnasen 45 gegen die Kraft des sie nach aussen drückenden Federelementes
48 radial nach innen gedrückt, und gleiten mit den Anlageflächen 46a entlang
der jeweiligen Rastnase 45, so dass das Minutenrohr um 1/60 gedreht wird, bevor
sie die Rastklinken 46 wieder mit der nächsten Rastnase 45 verrasten. Der Minutenzeiger
kann damit nur schrittweise von einem Minutenindex zum nächsten verstellt werden.
Drückt man die Krone und damit die Stellwelle 16 wieder
in ihre Normalstellung (vgl. Fig. 1,
2A und 2B), bewegt der Winkelhebel 18 das
Zwischenglied 20. Durch das Eingreifen der Verzahnung 20b, 22a zwischen dem Zwischenglied
20 und dem Nullstellhebel 22 wird der Nullstellhebel 22 wieder zurück in seine
neutrale Ausgangsposition geführt. Der Nullstellarm 22b des Nullstellhebels
22 gibt das Nullstellherz 32c auf der Sekundenradgruppe 32 wieder frei. Gleichzeitig
wird durch den Anhaltearm 22c des Nullstellhebels 22 der Bremshebel 23 ebenfalls
zurück in seine Neutralposition gebracht, und die Bremsfeder 24 von der Unruh
26 weggelenkt, so dass die Unruh 26 wieder freigegeben ist und das Uhrwerk wieder
anläuft.
Die Reibkupplungen, welche die beiden Kleinbodenräder
34a, 34b und den unteren (32a) mit dem oberen Teil (32b, 32c, 32d) der Sekundenradgruppe
miteinander koppeln, sorgen für ein spielfreies Anlaufen der Minuten- und Sekundenanzeige.
Der Sekundenzeiger läuft dabei dank des Nullstellmechanismus von Null los,
während der Minutenzeiger dank des Rastmechanismus von einem Minutenindex aus
losläuft. Die beiden Zeiger gehen somit synchron.
BEZUGSZEICHENLISTE
- 10
- Federhaus
- 12
- Kupplungshebelfeder
- 14
- Kupplungshebel
- 16
- Stellwelle
- 18
- Winkelhebel
- 18a
- Verzahnung
- 20
- Zwischenglied
- 20a
- Verzahnung
- 20b
- Verzahnung
- 20c
- Stellfläche
- 22
- Nullstellhebel
- 22a
- Verzahnung
- 22b
- Nullstellarm
- 22c
- Anhaltearm
- 23
- Bremshebel
- 24
- Bremsfeder
- 26
- Unruh
- 28
- Anker
- 30
- Ankerrad
- 32
- Sekundenradgruppe
- 32a
- unteres Sekundenrad
- 32b
- oberes Sekundenrad
- 32c
- Nullstellherz
- 32d
- Sekundenachse
- 34
- Kleinbodenradgruppe
- 34a
- Kleinbodenrad
- 34b
- Kleinbodenrad
- 35
- Tellerfeder
- 36
- Wechselrad
- 40
- Minutenradgruppe
- 42
- Minutenrad
- 43
- Minutenrohr
- 44
- Rastring
- 45
- Rastnase
- 46
- Rastklinke
- 46a
- Anlagefläche
- 47
- Lagerzapfen
- 48
- Federelement
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| Anspruch[de] |
Uhr mit wenigstens einem Minutenzeiger und einem Sekundenzeiger und
einem Uhrwerk, welches einen Mechanismus zum Einstellen des Minutenzeigers aufweist,
wobei dieser Mechanismus eine Stellwelle (16) umfasst, die in axialer Richtung zwischen
einer Normalposition und einer Stellposition verstellbar ist, wobei die Stellwelle
(16) in ihrer Stellposition mit einer Minutenradgruppe ( 40) des Uhrwerkes derart
gekoppelt ist, dass eine Drehung der Stellwelle (16) ein Verstellen des Minutenzeigers
bewirkt, und die ferner mit einem Nullstellmechanismus (18, 20, 22) zusammenwirkt,
welcher bei einer Bewegung der Stellwelle (16) in die Stellposition den Sekundenzeiger
in seine Nullstellung antreibt, ihn in dieser Nullstellung blockiert, während
die Stellwelle (16) sich in der Stellposition befindet, und ihn bei einer Bewegung
der Stellwelle (16) zurück in ihre Normalposition wieder freigibt,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Minutenradgruppe (40) des Uhrwerkes mit einem Rastmechanismus (44,
45, 46) versehen ist, welcher 60 Raststellungen erlaubt, so dass der Minutenzeiger
durch ein Drehen der in ihrer Stellposition befindlichen Stellwelle (16) zwischen
60 Stellungen des Minutenzeigers jeweils auf einem Minutenindex verstellbar ist.
Uhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Rastmechanismus einen konzentrisch mit einem Minutenrad angeordneten
und mit 60 Rastnasen (45) an seinem Innenumfang versehen Rastring (44) und wenigstens
eine innerhalb des Rastrings (44) angeordnete, verschwenkbar gelagerten Rastklinke
(46) umfasst, wobei letztere von einem Federelement (48) radial nach aussen beaufschlagt
ist, und mit den Rastnasen (45) des Rastrings (44) verrastet.
Uhr nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass der Rastmechanismus zwei symmetrisch angeordnete Rastklinken (46) umfasst,
die jeweils von einem Arm des Federelementes (48) radial nach aussen beaufschlagt
sind.
Uhr nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Nullstellmechanismus einen durch eine axiale Bewegung der Stellwelle
verschwenkbaren Hebel (18) umfasst, der bei einer Bewegung der Stellwelle (16) in
die Stellposition über ein Zwischenglied (20) einen Nullstellhebel (22) verschwenkt,
welcher einen Nullstellantrieb (32c) betätigt, der den Sekundenzeiger in seine
Nullstellung antreibt.
Uhr nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass der verschwenkbare Hebel ein Winkelhebel (18) ist und eine Verzahnung
(18a) aufweist.
Uhr nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
dass das Zwischenglied (20) eine Verzahnung (20a) aufweist, die mit einer
Verzahnung des verschwenkbaren Hebels (18a) zusammenwirkt.
Uhr nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass das Zwischenglied (20) eine Stellfläche (20c) und/oder eine Verzahnung
(20b) aufweist, die mit dem Nullstellhebel (22) zusammenwirkt.
Uhr nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass der Nullstellantrieb eine herzförmige Stellkurve (32c) umfasst.
Uhr nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass der Nullstellhebel (22) zweiarmig ausgebildet ist, wobei ein erster
Arm (22b) den Nullstellantrieb (32c) betätigt, und ein zweiter Arm (22c) einen
Anhaltemechanismus (23, 24) zum Anhalten einer Unruh (26) der Uhr betätigt.
Uhr nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
dass der Nullstellhebel (22) einen federnd ausgebildeten Bereich aufweist.
Uhr nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Arm (22b) des Nullstellhebels (22) federnd ausgebildet ist.
Uhr nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass eine Kleinbodenradgruppe (34) des Uhrwerkes zwei übereinander angeordnete
und über eine Reibkupplung (35) miteinander gekoppelte Kleinbodenräder
(34a, 34b) umfasst, wobei ein erstes Kleinbodenrad (34a) mit der Minutenradgruppe
(40) in Verbindung steht, und ein zweites Kleinbodenrad (34b) im Kraftfluss zwischen
einem Federhaus (10) und einer Unruh (26) sitzt.
Uhr nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass eine Sekundenradgruppe (32) des Uhrwerkes zwei übereinander angeordnete
und über eine Reibkupplung miteinander gekoppelte Sekundenräder (32a,
32b) umfasst, wobei ein erstes Sekundenrad (32b) mit einem Nullstellantrieb (32c)
und über eine Kleinbodenradgruppe (34) mit der Minutenradgruppe (40) in Verbindung
steht, und ein zweites Sekundenrad (32a) im Kraftfluss zwischen einem Federhaus
(10) und einer Unruh (26) sitzt.
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Patent Zeichnungen (PDF)
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