Die Erfindung betrifft eine Stichsäge mit einem Sägeblatt
und einem Stößel für eine Hubbewegung des Sägeblatts entlang
einer Stößelachse.
Derartige Stichsägen sind grundsätzlich bekannt.
Der Hubbewegung des Sägeblatts kann bei sogenannten Pendelhubstichsägen
ferner eine Pendelbewegung überlagert sein, welche durch einen auf das Sägeblatt
wirkenden Pendelerreger herbeigeführt wird. Es ist eine Reihe von Maßnahmen
zur Optimierung der Sägeergebnisse von Stichsägen vorgeschlagen worden.
Diese Maßnahmen zielen darauf ab, das Sägeblatt in seinem unteren Bereich
zu führen bzw. zu stabilisieren. Bei Pendelhubstichsägen kann zu diesem
Zweck beispielsweise der stets unmittelbar am Sägeblatt angreifende Pendelerreger
genutzt werden.
Trotz der Führungs- bzw. Stabilisierungsmaßnahmen
sind die Sägeergebnisse derartiger Stichsägen hinsichtlich Exaktheit und
Reproduzierbarkeit nicht immer zufrieden stellend.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, die mit einer Stichsäge
der eingangs genannten Art erzielbaren Sägeergebnisse weiter zu verbessern.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale
des Anspruchs 1.
Erfindungsgemäß umfasst die Stichsäge eine
in den Stößel integrierte Spannvorrichtung zum festen Einspannen des Sägeblatts
am Stößel. Es hat sich gezeigt, dass durch ein festes Einspannen des Sägeblatts
am Stößel eine wesentliche Verbesserung der Sägeergebnisse erzielbar
ist. Insbesondere ist eine derartige Verbesserung der Sägeergebnisse zu beobachten,
wenn das Sägeblatt mit Ausnahme des festen Einspannens am Stößel
ansonsten vollkommen frei und ungeführt ist. Man erklärt sich das ausgezeichnete
Sägeverhalten eines derart fest eingespannten Sägeblatts mit dem Prinzip,
das so genannten "Japansägen" zugrunde liegt, bei welchen das Sägeblatt
ebenfalls völlig frei und ungeführt ist bzw. sich gewissermaßen selbst
überlassen wird. Das Sägeblatt wird hierbei ausschließlich gezogen
und läuft damit lediglich nach. Durch diesen Nachlauf ist das Sägeblatt
in der Lage, sich selbst gerade zu ziehen bzw. sich selbst optimal auszurichten.
Hierdurch wird der Umstand ausgenutzt, dass bei Stichsägen der Sägevorgang
während des Aufwärts-Hubs des Sägeblatts erfolgt. Der das Sägeblatt
an dessen oberem Ende fest einspannende Stößel zieht das Sägeblatt
- wie beim Arbeiten mit einer Japansäge - durch das Werkstück, d.h. das
Sägeblatt läuft lediglich nach. Die Ausnutzung des Prinzips der Japansäge
ermöglicht es, relativ dünne Sägeblätter für die erfindungsgemäße
Stichsäge zu verwenden, welche ebenfalls eine Besonderheit der Japansägen
sind. Dadurch, dass die Spannvorrichtung in den Stößel integriert ist,
ist stets ein optimaler fester Verbund zwischen Sägeblatt und Stößel
gewährleistet.
Die Spannvorrichtung umfasst erfindungsgemäß
eine Ausrichtfläche für eine Wange des Sägeblatts und ein Spannorgan,
wobei eine mit einer Komponente parallel zur Stößelachse erfolgende Stellbewegung
des Spannorgans in eine senkrecht zur Stößelachse erfolgende Spannbewegung
des Spannorgans in Richtung der Ausrichtfläche umsetzbar ist. Auf diese Weise
kann der Umstand ausgenutzt werden, dass es sich bei Sägeblättern für
Stichsägen in der Regel um Stanzteile handelt, die naturgemäß exakt
ebene, hier auch als Wangen bezeichnete Seitenflächen bzw. Flachseiten aufweisen.
Bei der Ausrichtfläche kann es sich insbesondere um eine ebene Fläche
handeln. Wenn das Sägeblatt mit seiner Wange gegen die vorgesehene Ausrichtfläche
gedrückt wird, ist das Sägeblatt folglich automatisch exakt entsprechend
der Orientierung dieser Ausrichtfläche und gleichzeitig in hohem Maße
verdrehsicher ausgerichtet. Durch dieses Einspannen des Sägeblatts zwischen
der Ausrichtfläche und dem Spannorgan ist es insbesondere nicht erforderlich,
für das Einspannen des Sägeblatts dessen Schmalseiten zu verwenden, die
einen vergleichsweise unexakten Verlauf aufweisen und insbesondere von Sägeblatt
zu Sägeblatt variieren, so dass eine exakte Sägeblatt-Ausrichtung und
damit eine eindeutig definierte Führung des Sägeblatts mittels des Stößels
nicht realisierbar wäre. Durch die Umsetzbarkeit einer zumindest komponentenweise
parallel zur Stößelachse erfolgenden Stellbewegung in eine senkrecht zur
Stößelachse erfolgende Spannbewegung des Spannorgans kann eine für
den Benutzer besonders einfache Möglichkeit zur Betätigung der Spannvorrichtung
realisiert werden.
Erfindungsgemäß ist das Spannorgan bei eingespanntem
Sägeblatt mittels eines Kraftspeichers, insbesondere eine Feder, mit einer
in Richtung der Stellbewegung wirkenden Spannkraft beaufschlagt. Der Benutzer muss
also nicht selbst aktiv Kraft zum Einspannen ausüben und dabei das richtige
Maß abschätzen, sondern es wird durch den Kraftspeicher gewissermaßen
automatisch der optimale Betrag an Spannkraft bereitgestellt. Bedeutsam ist, dass
die Spannkraft in Richtung der Stellbewegung wirkt und erst in die Spannrichtung
umzusetzen ist. Hierdurch kann der Kraftspeicher nämlich in vorteilhafter Weise
in den Stößel integriert werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Kraftspeicher
direkt auf das Spannorgan wirkt oder ob ein oder mehrere Übertragungselemente
zwischengeschaltet sind.
Eine Stichsäge mit den hier angegebenen Merkmalen
ermöglicht bessere Sägeergebnisse und einen geringeren Sägeblatt-Verschleiß.
Da ferner keine Führungen oder Stabilisierungen, welche unmittelbar mit dem
Sägeblatt zusammenwirken, erforderlich sind, ist es hier außerdem nicht
mehr notwendig, eine Halteeinrichtung zur Kopplung des Sägeblatts mit dem Stößel
vorzusehen, die bei der herkömmlichen Vorgehensweise exakt zentrisch ausgerichtet
werden musste.
Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen, der Beschreibung sowie der Zeichnung angegeben.
Vorzugsweise ist zum Umsetzen der Stellbewegung in die
Spannbewegung ein selbsthemmender Umlenkmechanismus vorgesehen. Ein Selbsthemmungseffekt
kann auf verschiedene konstruktive Arten realisiert werden. Durch die Selbsthemmung
kann ein besonders stabiler Verbund zwischen Sägeblatt und Stößel
erzielt werden. Insbesondere ist durch die Selbsthemmung diejenige Kraft, die zum
Lösen des Sägeblatts auf das Sägeblatt ausgeübt werden müsste,
um gegen die Spannkraft wirken zu können, wesentlich höher als ohne Selbsthemmung.
Hierdurch genügt eine relativ geringe Spannkraft, um eine in vergleichsweise
hohem Maße feste Einspannung des Sägeblatts zu realisieren.
Gemäß einer Ausführungsform umfasst das
Spannorgan einen, insbesondere keilförmigen, Steuerabschnitt, der mit einer
an dem Stößel oder an einem Bestandteil der Spannvorrichtung ausgebildeten,
insbesondere in Form einer Schrägfläche vorgesehenen, Steuerfläche
zusammenwirkt. Eine derartige Ausgestaltung zeichnet sich insbesondere durch ihren
einfachen Aufbau und ihre Zuverlässigkeit aus. Die Steuerfläche kann eine
spezielle Formgebung aufweisen, um die Kraftübertragung in optimaler Weise
anzupassen.
Das Spannorgan kann mittels einer Betätigungseinrichtung
gegen die Spannkraft von der Ausrichtfläche weg bewegbar sein, um die Spannvorrichtung
in eine Freigabestellung zu überführen. In der Freigabestellung kann das
Sägeblatt ausgetauscht werden. Nach Einsetzen eines neuen Sägeblatts kann
die Spannkraft des Kraftspeichers mittels der Betätigungseinrichtung gewissermaßen
wieder freigegeben werden, wodurch ein festes Einspannen des neuen Sägeblatts
am Stößel erreicht wird.
Die Betätigungseinrichtung kann ein außerhalb
des Stößels angeordnetes, für einen Benutzer von außen zugängliches
Betätigungsorgan sowie eine zumindest teilweise außerhalb des Stößels
angeordnete Übertragungseinrichtung zum Betätigen der Spannvorrichtung
umfassen, wobei die Übertragungseinrichtung eine Umlenkvorrichtung zum Umsetzen
einer mit einer Komponente senkrecht zu der Stößelachse erfolgenden Betätigungsbewegung
in eine Freigabebewegung des Spannorgans umfasst. Das Betätigungsorgan kann
insbesondere derart gestaltet sein, dass eine werkzeuglose Betätigung der Spannvorrichtung
möglich ist. Es kann sich bei dem Betätigungsorgan beispielsweise um einen
schwenkbaren Spannknopf, einen Spannhebel oder um einen Drehknopf handeln. Die Übertragungseinrichtung
stellt eine Verbindung zwischen dem außerhalb des Stößels befindlichen
Betätigungsorgan und der in den Stößel integrierten Spannvorrichtung
her. Die Umlenkvorrichtung bewirkt in gewisser Weise eine Entkopplung der Betätigungseinrichtung
von den entlang der Stößelachse angeordneten Spannvorrichtungskomponenten.
Eine quer zur Stößelachse erfolgende Betätigungsbewegung kann insbesondere
konstruktive Vorteile gegenüber einer parallel zur Stößelachse erfolgenden
Betätigungsbewegung aufweisen.
Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung umfasst
die Stichsäge einen Pendelerreger für eine Pendelbewegung des Sägeblatts,
wobei in wenigstens einer senkrecht zur Stößelachse verlaufenden Ebene
der Stößel einerseits und ein Stößelgegengewicht oder zumindest
ein Bestandteil einer Gegengewichtssteuerung andererseits einander durchdringen,
wobei die Umlenkvorrichtung in Bezug auf die Stößelachse unterhalb der
Ebene angeordnet ist. Bei einer gegenseitigen Durchdringung von Gegengewichtsmechanismus
und Stößel ist das Innere des Stößels nicht durchgehend zugänglich,
so dass eine kontinuierliche Kraftübertragung von der Oberseite bis zur Unterseite
des Stößels nicht möglich ist. Durch die unterhalb der Durchdringungsebene
angeordnete Umlenkvorrichtung ist es möglich, den durch den Durchdringungsbereich
gewissermaßen "blockierten" Stößelabschnitt zu umgehen und im unteren
Teil des Stößels einen Zugriff auf die integrierte Spannvorrichtung herzustellen.
Der Stößel kann insbesondere wenigstens teilweise
als ein die Spannvorrichtung enthaltendes Rohr ausgebildet sein und wenigstens ein
Element der Übertragungseinrichtung kann durch einen in der Rohrwand ausgebildeten
Durchbruch geführt sein. Der Durchbruch ermöglicht einen Zugriff auf die
in dem Stößel befindlichen Komponenten der Spannvorrichtung von außen
und schafft somit die Möglichkeit für die seitliche Umgehung des Durchdringungsbereichs.
Gemäß einer Ausführungsform umfasst die
Umlenkvorrichtung ein mit einer Komponente senkrecht zur Stößelachse beweglich
am Stößel gelagertes Steuerelement, das eine mit der Spannvorrichtung
zusammenwirkende Steuerkurve aufweist. Das Steuerelement kann beispielsweise einen
Keil- oder Rampenabschnitt aufweisen, der mit einer entsprechenden Schrägfläche
eines Bestandteils der Spannvorrichtung zusammenwirkt. Durch diese Ausgestaltung
ist eine einfache und anpassbare Kraftumlenkung möglich.
Die Steuerkurve kann einen Halteabschnitt aufweisen, um
die Spannvorrichtung gegen die Spannkraft in der Freigabestellung zu halten. Beispielsweise
kann sich an einen Rampenabschnitt wie oben erwähnt ein Plateauabschnitt anschließen,
welcher ein Festhalten des Spannorgans in der Freigabestellung bewirkt und insbesondere
senkrecht zur Stößelachse verläuft. Der Benutzer muss dann zum Auswechseln
eines Sägeblatts das Betätigungsorgan nicht festhalten, da dieses aufgrund
des Plateauabschnitts von selbst in der der Freigabestellung entsprechenden Stellung
bleibt. Der Benutzer hat somit während des Auswechselns des Sägeblatts
beide Hände frei.
Gemäß einer Ausführungsform umfasst die
Übertragungseinrichtung eine, bevorzugt parallel zur Stößelachse
außerhalb des Stößels verlaufende, Spannwelle mit einem Exzenter,
wobei der Exzenter mit dem Steuerelement zusammenwirkt, um eine Drehbewegung der
Spannwelle in eine Bewegung des Steuerelements umzusetzen. Eine derartige Ausgestaltung
ermöglicht auf einfache Weise die Umsetzung einer bedienungsfreundlichen Schwenkbewegung
des Betätigungsorgans in eine im Wesentlichen linear verlaufende Bewegung des
Steuerelements.
Die Übertragungseinrichtung kann dazu ausgebildet
sein, die Hubbewegung des Stößels zuzulassen, wobei insbesondere das Steuerelement
in einer Richtung parallel zur Stößelachse relativ zur Übertragungseinrichtung
frei beweglich ist, wobei bevorzugt das Steuerelement eine Öse für einen
Eingriff mit einem parallel zur Stößelachse verlaufenden Steuerabschnitt
des Exzenters aufweist. Es wird also eine Entkopplung der Kraftübertragung
zwischen Betätigungsorgan und Stößel in einer Richtung geschaffen,
und zwar in der parallel zur Stößelachse verlaufenden Richtung, wobei
aber die notwendige Kraftübertragung zwischen den Bauteilen in anderen Richtungen
erhalten bleibt. Die Zulassung der Hubbewegung kann beispielsweise durch geeignete
Gleitführungen erreicht werden, wobei die erwähnte Öse-Steuerabschnitt-Koppelung
nur ein Beispiel darstellt. Es wird so vermieden, dass sich das Betätigungsorgan
mit dem Stößel mitbewegt.
Vorzugsweise ist ein Federelement vorgesehen, welches das
eingespannte Sägeblatt in eine Auswurfrichtung vorspannt. Das Sägeblatt
wird also beim Lösen der Spannvorrichtung automatisch ausgeworfen. Dies erleichtert
das Auswechseln von Sägeblättern, da beispielsweise auch bei ungünstig
orientierter Stichsäge ein einfaches Entnehmen des auszuwechselnden Sägeblatts
stattfinden kann. Zudem können so auch abgebrochene oder nach längerem
Sägebetrieb heiß gewordene Sägeblätter leicht aus der Spannvorrichtung
entfernt werden.
Gemäß einer Ausgestaltung ist ein das Spannorgan
und die Ausrichtfläche umfassender Spannbereich für unterschiedliche Sägeblätter
geeignet und hierzu mit wenigstens einer Aufnahme für zumindest ein an bestimmten
Sägeblättern ausgebildetes Profil versehen. Dadurch wird es möglich,
Sägeblätter unterschiedlichster Ausgestaltung an ein und derselben Stichsäge
zu verwenden und dabei stets ein festes Einspannen am Stößel zu gewährleisten.
Die Aufnahmen können ferner für ein Einrasten oder Einhaken der Sägeblätter
in der Spannvorrichtung genutzt werden.
Die Erfindung wird im Folgenden beispielhaft unter Bezugnahme
auf die Zeichnung beschrieben.
- Fig. 1
- zeigt einen Stößel einer Stichsäge gemäß einer Ausfüh-
rungsform der Erfindung in einer schematischen Schnittansicht von vorn.
- Fig. 2
- zeigt den Stößel gemäß Fig.
1 sowie eine diesem zuge- ordnete Betätigungseinrichtung in einer
schemati- schen Schnittansicht von der Seite.
- Fig. 3
- zeigt den Stößel und die Betätigungseinrichtung ge- mäß
Fig. 2 in einer schematischen Draufsicht.
Auf den grundsätzlichen Aufbau einer Stichsäge
sowie einer Pendelhubsteuerung für deren Sägeblatt wird hier nicht näher
eingegangen, da dies grundsätzlich bekannt ist.
Fig. 1, welche
schematisch einen Stößel 13 und ein Sägeblatt 11 einer Stichsäge
gemäß einer Ausführungsform der Erfindung zeigt, entspricht einer
Vorderansicht der Stichsäge, also einer Ansicht auf eine Schmalseite des Sägeblatts
11. Das Sägeblatt 11 ist im unteren Bereich des Stößels 13 eingespannt,
ansonsten aber frei und ungeführt. Der Stößel 13 weist eine Längsachse
oder Stößelachse S auf und ist entlang der Stößelachse S in
einen oberen Rohrabschnitt 15, einen Durchdringungsabschnitt 17 sowie einen unteren
Rohrabschnitt 19 aufgeteilt. Der Durchdringungsabschnitt 17 dient - wie eingangs
erläutert - der Aufnahme von Komponenten der Stößelsteuerung bzw.
Hubsteuerung für den Stößel und "blockiert" den freien Durchgang
zwischen dem oberen Rohrabschnitt 15 und dem unteren Rohrabschnitt 19.
In dem unteren Rohrabschnitt 19 ist eine Spannvorrichtung
21 zum festen Einspannen des Sägeblatts 11 am Stößel 13 angeordnet.
Die Spannvorrichtung 21 umfasst eine Ausrichtfläche 23, die an einem am Endbereich
des unteren Rohrabschnitts 15 angeordneten Anschlagelement 25 ausgebildet ist, sowie
ein Spannorgan 27. Die Ausrichtfläche 23 ist zur Vereinfachung eben dargestellt.
Sie kann jedoch geeignete Vertiefungen aufweisen oder hinsichtlich ihres Umfangs
in bestimmter Art und Weise geformt sein, um an einer Wange des Sägeblatts
11 ausgebildete Profilstrukturen aufzunehmen. Beispielsweise kann die Ausrichtfläche
23 mit einer zentralen Nut versehen sein, in welche eine an einer Wange des Sägeblatts
11 ausgebildete Rippe eingreifen kann, oder es kann ein Freiraum an beiden Seiten
der Ausrichtfläche 23 vorgesehen sein, welcher der Aufnahme von umfänglichen
Erhebungen des Sägeblatts 11 dient. Auf diese Weise kann erreicht werden, dass
die Ausrichtfläche 23 mit einer Vielzahl von unterschiedlich gestalteten Sägeblättern
zusammenwirken kann und die Ausrichtung dabei jeweils anhand des ebenen Abschnitts
erfolgt. Zusätzlich können Aufnahmen vorgesehen sein, welche ein Einhaken
oder Einrasten des Sägeblatts 11 in der Spannvorrichtung 21 ermöglichen.
Die Spannvorrichtung ist somit mit einer Vielzahl von verschiedenen Sägeblättern,
insbesondere auch von Sägeblättern unterschiedlicher Dicke oder aus mehreren
Einzelblättern zusammengesetzten Sägeblättern, kompatibel.
Das hebelartige Spannorgan 27 ist an einer beweglich in
dem unteren Rohrabschnitt 19 des Stößels 13 gelagerten Stützplatte
29 angelenkt. An der der Stützplatte 29 abgewandten Seite des Spannorgans 27
sind ein Spannabschnitt 31 sowie ein Steuerabschnitt 33 ausgebildet. Der Spannabschnitt
31 ist der Ausrichtfläche 23 zugewandt und liegt dem Steuerabschnitt 33 gegenüber.
Der Steuerabschnitt 33 ist hier keilförmig ausgebildet und wirkt mit einer
als Schrägfläche ausgebildeten Steuerfläche 35 zusammen, welche an
einem Gegenelement 37 des Stößels 13 ausgebildet ist.
Die Stützplatte 29 mit dem Spannorgan 27 ist zwischen
einer gestrichelt dargestellten Freigabestellung und einer durchgezogen dargestellten
Spannstellung verstellbar. Das Zusammenwirken des Steuerabschnitts 33 mit der Steuerfläche
35 bewirkt eine Umsetzung einer parallel zur Stößelachse S erfolgenden
Stellbewegung E der Stützplatte 29 in eine senkrecht zur Stößelachse
S erfolgende Spannbewegung A des Spannabschnitts 31. Wenn sich die Stützplatte
29 mit dem Spannorgan 27 in der Spannstellung befindet, drückt somit der Spannabschnitt
31 des Spannorgans 27 das Sägeblatt 11 gegen die Ausrichtfläche 23 und
bewirkt ein sicheres und festes Einspannen des Sägeblatts 11 am Stößel
13.
Ein Kraftspeicher 39, der hier schematisch als Spiralfeder
dargestellt ist, stützt sich an der Stützplatte 29 sowie einer fest mit
dem Stößel 13 verbundenen Zwischenwand 41 ab und beaufschlagt somit das
Spannorgan 27 bei eingespanntem Sägeblatt 11 mit einer in Richtung der Stellbewegung
E wirkenden Spannkraft.
An der Stützplatte 29 ist ein Übertragungskolben
43 befestigt, welcher sich durch eine in der Zwischenwand 41 ausgebildete Durchführung
45 erstreckt und eine Verbindung zu einer Betätigungseinrichtung 49 (Fig.
2) herstellt, die nachfolgend näher beschrieben wird. Durch eine Aufwärtsbewegung
des Übertragungskolbens 43 sowie der mit diesem verbundenen Stützplatte
29 kann somit das Sägeblatt 11 freigegeben werden.
Dabei drückt eine Blattfeder 47 das Spannorgan 27
auch in der Freigabestellung in Richtung der Ausrichtfläche 23, wobei hier
jedoch nicht die zum Einspannen notwendige starke Spannkraft aufgewendet wird, sondern
lediglich eine Kraft von deutlich reduziertem Betrag. Das Spannorgan 27 wird also
leicht gegen die Ausrichtfläche 23 gedrückt, was beim Einführen und
gegebenenfalls Einrasten des Sägeblatts 11 hilfreich ist. Um trotz an der Ausrichtfläche
23 anliegendem Spannabschnitt 31 ein leichtes Einsetzen des Sägeblatts 11 zu
ermöglichen, ist als Einführhilfe ferner eine Abschrägung 51 an der
vom Stößel 13 weg weisenden Seite des Spannabschnitts 31 vorgesehen. Das
Spannorgan 27 ist also stets in Richtung der Ausrichtfläche 23 vorgespannt.
Die der Freigagestellung entsprechende gestrichelte Darstellung
des Spannorgans 27, welche eine relativ große Beabstandung zu der Ausrichtfläche
23 zeigt, dient lediglich der Verdeutlichung. Der Steuerabschnitt 33 des Spannorgans
27 sowie die Steuerfläche 35 des Gegenelements 37 bilden einen selbsthemmenden
Umlenkmechanismus für die durch den Kraftspeicher 39 ausgeübte Kraft,
welcher die Festigkeit des Einspannens erhöht. Anders als die Blattfeder 47
wirkt also der die Spannkraft bereitstellende Kraftspeicher 39 nicht direkt in Spannrichtung,
sondern parallel zur Stößelachse S.
Unter Bezugnahme auf Fig.
2 und 3 wird nun eine Betätigungseinrichtung
49 beschrieben, mittels welcher das Spannorgan 27 gegen die Spannkraft von der Ausrichtfläche
23 weg bewegbar ist, um die Spannvorrichtung 21 zwecks Auswechseln des Sägeblatts
11 in die Freigabestellung zu überführen. Die Betätigungseinrichtung
49 umfasst einen lediglich symbolisch dargestellten Betätigungshebel 53, welcher
für einen Benutzer von der Außenseite der Stichsäge zugänglich
ist, sowie eine zumindest teilweise außerhalb des Stößels 13 angeordnete
Übertragungseinrichtung 55.
Die Übertragungseinrichtung 55 ist in der Lage, eine
senkrecht zu der Stößelachse S erfolgende Betätigungsbewegung B in
eine Freigabebewegung F des Spannorgans 27 umzulenken. Zu diesem Zweck ist ein Steuerelement
57 vorgesehen, welches unterhalb des Durchdringungsabschnitts 17 durch einen in
der Rohrwand des unteren Rohrabschnitts 19 ausgebildeten Durchbruch 59 geführt
ist und senkrecht zu der Stößelachse S bewegt werden kann. Das Steuerelement
57 weist eine Öse 61, einen Arm 63 sowie eine Steuerkurve 65 mit einem Rampenabschnitt
67 und einen sich an den Rampenabschnitt 67 anschließenden Plateauabschnitt
69 auf.
Die Steuerkurve 65 wirkt mit einer entsprechenden Gegenfläche
70 eines Wirkelements 71 zusammen, welches an dem Übertragungskolben 43 befestigt
ist. Durch eine Linearbewegung des Steuerelements 57 senkrecht zu der Stößelachse
S kann der Übertragungskolben 43 mit der Stützplatte 29 gegen die Spannkraft
des Kraftspeichers 39 angehoben werden. Bei einer Bewegung des Steuerelements 57
gemäß Fig. 2 nach links tritt
somit das Wirkelement 71 zunächst in Kontakt mit dem Rampenabschnitt 67 und
löst dadurch eine Aufwärtsbewegung des Übertragungskolbens 43 aus.
Sobald das Wirkelement 71 in Kontakt mit dem Plateauabschnitt 69 tritt, ist ein
selbsttätiges Zurückbewegen des Übertragungskolbens 43 ausgeschlossen
und das Spannorgan 27 bleibt trotz der Spannkraft des Kraftspeichers 39 dauerhaft
in der Freigabestellung. Die Steuerkurve 65 kann je nach Anwendung auch komplexer
geformt sein und mehr als zwei Abschnitte aufweisen.
Das Freigeben der Spannvorrichtung 21 wird also letztlich
durch ein Ziehen an dem Steuerelement 57 bewerkstelligt. Um die Betätigung
der Spannvorrichtung 21 zu vereinfachen, umfasst die Übertragungseinrichtung
55 weitere Komponenten, welche ein Umsetzen einer Dreh- oder Schwenkbewegung D (Fig.
3) des Betätigungshebels 53 in eine - je nach Dreh- bzw. Schwenkrichtung
- Ziehbewegung (Freigeben) oder Schiebebewegung (Einspannen) für das Steuerelement
57 bewerkstelligen, wie nachfolgend näher ausgeführt wird.
Außerhalb des Stößels 13 ist eine parallel
zur Stößelachse S verlaufende Spannwelle 73 angeordnet, die mit dem Betätigungshebel
53 in Verbindung steht und mittels diesem um eine Schwenkachse C verschwenkbar ist.
Im Bereich des durch den Durchbruch 59 geführten Steuerelements 57 ist ein
Exzenter 75 an der Spannwelle 73 vorgesehen, welcher einen Steuerabschnitt 77 umfasst,
der bei der vorliegenden Ausführungsform als Gleitführungsabschnitt ausgebildet
ist und mit der Öse 61 des Steuerelements 57 in Eingriff steht. Der Steuerabschnitt
77 ist ausreichend lang bemessen, um ein ungehindertes Gleiten der Öse 61 während
eines vollständigen Hubs des Stößels 13 auch bei Pendelbewegungen
zu ermöglichen.
Bei einem Verschwenken der Spannwelle 73 durch Drehen oder
Schwenken des Betätigungshebels 53 gemäß Fig.
3 im Uhrzeigersinn kann der Exzenter 75 ausgelenkt und somit das Steuerelement
57 verschoben werden. Es wird also eine Schwenk- bzw. Drehbewegung der Spannwelle
73 in eine im Wesentlichen lineare Bewegung des Steuerelements 57 umgesetzt. Die
Lagerung des Steuerelements 57 ist dabei - anders als in der schematischen
Fig. 3 dargestellt - ausreichend groß
bemessen, um die durch die Exzenterbewegung unvermeidlicherweise auftretenden Querkomponenten
der Zugbewegung aufzunehmen.
Die erfindungsgemäße Stichsäge ermöglicht
ein festes Einspannen des Sägeblatts 11 direkt am Stößel 13, wobei
durch die Ausrichtfläche 23 Ungenauigkeiten in der Sägeblattausrichtung
vermieden werden. Die Verbindung zwischen dem Sägeblatt 11 und dem Stößel
13 weist eine hohe Stabilität auf, so dass es möglich ist, das Sägeblatt
11 wie bei einer Japansäge ansonsten frei und ungeführt zu lassen. Sollte
es die Anwendung erfordern, kann das Sägeblatt 11 jedoch trotzdem im unteren
Bereich stabilisiert bzw. geführt werden.
Die Spannvorrichtung 21 ist im Wesentlichen in den Stößel
13 integriert, wobei jedoch eine "Blockierung" des freien Innenraums des Stößels
13 durch Bestandteile einer Pendelhubsteuerung einer Betätigung der Spannvorrichtung
von der Oberseite der Stichsäge aus nicht im Wege steht, da die Betätigungseinrichtung
49 außen um den Durchdringungsbereich herumgeführt ist.
Das Einspannen des Sägeblatts 11 erfolgt stets mit
der gleichen, durch den Kraftspeicher 39 vorgegebenen Spannkraft, welche entsprechend
optimiert ist. Der durch die Kraftumlenkung bewirkte Selbsthemmungseffekt der Spannvorrichtung
21 erhöht zusätzlich die Festigkeit der Spannverbindung. Ein Benutzer
kann bei einem vorzunehmenden Sägeblattwechsel den Betätigungshebel 53
verschwenken und somit die Spannvorrichtung lösen, wobei der Betätigungshebel
53 in vorteilhafter Weise trotz der Spannkraft des Kraftspeichers 39 in der Freigabestellung
bleibt. Das Sägeblatt 11 kann somit - gegebenenfalls gegen die leichte Andruckkraft
der Blattfeder 47 - von der Ausrichtfläche 23 wegbewegt und nach unten abgezogen
werden. Ein neues Sägeblatt 11 kann dann von unten eingeführt werden,
wobei die Blattfeder 47 ein Einrasten des Sägeblatts in eine entsprechende
Aufnahme - sofern vorgesehen - unterstützt. Das neue Sägeblatt 11 kann
also bereits vor Betätigen der Spannvorrichtung 21 in der korrekten Stellung
gehalten werden, so dass der Benutzer in bequemer Weise den Betätigungshebel
53 wieder zurückstellen kann, ohne befürchten zu müssen, während
des Zurückstellens eine versehentliche Verschiebung oder Fehlausrichtung des
Sägeblatts 11 herbeizuführen.
Bezugszeichenliste
- 11
- Sägeblatt
- 13
- Stößel
- 15
- oberer Rohrabschnitt
- 17
- Durchdringungsabschnitt
- 19
- unterer Rohrabschnitt
- 21
- Spannvorrichtung
- 23
- Ausrichtfläche
- 25
- Anschlagelement
- 27
- Spannorgan
- 29
- Stützplatte
- 31
- Spannabschnitt
- 33
- Steuerabschnitt
- 35
- Steuerfläche
- 37
- Gegenelement
- 39
- Kraftspeicher
- 41
- Zwischenwand
- 43
- Übertragungskolben
- 45
- Durchführung
- 47
- Blattfeder
- 49
- Betätigungseinrichtung
- 51
- Abschrägung
- 53
- Betätigungshebel
- 55
- Übertragungseinrichtung
- 57
- Steuerelement
- 59
- Durchbruch
- 61
- Öse
- 63
- Arm
- 65
- Steuerkurve
- 67
- Rampenabschnitt
- 69
- Plateauabschnitt
- 70
- Gegenfläche
- 71
- Wirkelement
- 73
- Spannwelle
- 75
- Exzenter
- 77
- Steuerabschnitt
- S
- Stößelachse
- C
- Schwenkachse
- E
- Stellbewegung
- A
- Spannbewegung
- D
- Drehbewegung
- B
- Betätigungsbewegung
- F
- Freigabebewegung