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Dokumentenidentifikation DE102005014696B4 28.04.2011
Titel Pauke, insbesondere Konzertpauke
Anmelder Leberecht Fischer KG, 93413 Cham, DE
Erfinder Aehnelt, Stefan, 93413 Cham, DE
Vertreter Graf Glück Habersack Kritzenberger, 93049 Regensburg
DE-Anmeldedatum 29.03.2005
DE-Aktenzeichen 102005014696
Offenlegungstag 05.10.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 28.04.2011
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.04.2011
IPC-Hauptklasse G10D 13/04  (2006.01)  A,  F,  I,  20051017,  B,  H,  DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Pauke mit einem an einem Paukengestell mit Fußteil gehaltenen Paukenkessel. Eine derartige Pauke ist aus der DE 23 48 604 A1 bekannt.

Speziell Konzertpauken sind in unterschiedlichsten Ausführungen bekannt und besitzen ein relativ hohes Gewicht, wodurch das Bewegen oder Verschieben herkömmlicher Pauken auf einen Untergrund, beispielsweise auf dem Boden eines Orchestergrabens oder einer Konzert-Bühne usw. nur mit relativ großem Kraftaufwand und vielfach auch nur unter Mitwirkung von Hilfspersonen möglich ist, und zwar insbesondere auch dann, wenn der Paukenspieler seine Pauke in eine optimale Spielposition bringen will. Andererseits ist es erforderlich, dass die Pauke beim Spielen absolut fest auf dem Untergrund aufsteht, dort also „fixiert” ist und über das Fußteil bzw. über die auf dem Untergrund aufstehenden Fußelemente eine optimale Klangübertragung stattfindet, sodass der Untergrund als Resonanzboden wirksam ist.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Pauke aufzuzeigen, die einerseits bequem und ohne Kraftaufwand bewegt werden kann und andererseits völlig unkompliziert auf dem Untergrund fixiert, d. h. gegen Bewegen gesichert werden kann, insbesondere auch derart, dass zwischen dem Fußteil und dem Untergrund eine optimale Klangübertragung gewährleistet ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Pauke entsprechend dem Patentanspruch 1 ausgebildet.

Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:

1 in vereinfachter Darstellung und in Seitenansicht eine Pauke gemäß der Erfindung;

2 in vereinfachter Darstellung eine Ansicht des Fußgestells der Pauke der 1;

3 in Einzeldarstellung einen Fußhebel einer Betätigungseinrichtung zur Betätigung der absenkbaren Standfüße der Pauke der 1;

4 in vereinfachter Darstellung eine Draufsicht auf den Fußhebel der Betätigungseinrichtung der 3;

5 in vereinfachter Darstellung einen der über einen Seilzug betätigten Füße der Pauke der 1.

Die in den Figuren allgemein mit 1 bezeichnete Pauke bzw. Konzertpauke besteht in an sich bekannter Weise aus einem Paukengestell 2, in welchem der Paukenkessel 3 mit dem obenliegenden Paukenfell 4 in geeigneter Weise gehalten ist. Am Paukengestell 2 sind verschiedene, im Detail nicht dargestellte Mechaniken vorgesehen, und zwar insbesondere für eine Grob- und Feineinstellung der Spannung des Paukenfells 4.

Das Paukengestell 2 umfasst ein Fußteil 5, welches bei der für die Figuren gewählten Darstellung der Einfachheit halber als kreuzförmiges Fußteil 5 wiedergegeben ist, und zwar mit den von der Mitte des Fußteils 5 ausgehenden vier primären Fußelementen 6. Die vertikale Mittelachse des Fußteils 5 ist zugleich auch die Mittelachse des Paukenkessels 2 und damit die Paukenachse. An dem freien Ende jedes Fußelementes ist eine sich selbst steuernde Rolle 7 vorgesehen, sodass die Pauke 1 mit diesen Rollen 7 auf einem Untergrund 8 aufstehend manuell problemlos verschoben und z. B. in die vom Paukenspieler gewünschte Position gebracht werden kann.

Zusätzlich zu den Fußelementen bzw. Rollen 7 sind am Fußteil 5 weiterhin Fußelemente 9 vorgesehen, die in vertikaler Richtung zwischen einer angehobenen nicht wirksamen Position und einer abgesenkten wirksamen Position bewegbar sind. In der angehobenen Position sind die Fußelemente 9 mit ihrem die jeweilige Standfläche des Fußelementes bildenden Fuß- oder Standteller 10 über das Niveau des Untergrundes 8 deutlich angehoben, so dass die Pauke ausschließlich auf den Rollen 7 aufsteht. Im abgesenkten Zustand der Fußelemente 9 liegen diese mit ihren Standtellern 10 gegen den Untergrund 8 an, und zwar bei leicht angehobenem Fußteil 5 und Rollen 7, sodass die Pauke 1 dann ausschließlich mit den Fußelementen 9 auf den Untergrund 8 aufsteht und die Rollen 7 von dem Untergrund 8 beabstandet sind.

Jedes Fußelement 9 besteht aus einer Stange 11, die mit ihrer Achse in vertikaler Richtung bzw. parallel zur Paukenachse orientiert ist und an ihrem unteren Ende den zugehörigen Standfuß 10 trägt. Bestandteil jedes Fußelementes 9 ist weiterhin eine Kugelführung 12, in der die Stange 11 axial verschiebbar geführt ist (Doppelpfeil A).

Zum Halten der Fußelemente 9 sind an den Fußteilarmen 6 Tragelemente 13 vorgesehen, die jeweils horizontal und radial von den Fußteilarmen 6 wegstehen, und zwar paarweise in entgegengesetzter Richtung. Bei der dargestellten Ausführungsform sind die Tragarme 13 von zwei durchgehenden Stangen gebildet, die in der Mitte jeweils an einem Fußteilarm 6 gehalten sind. An den freien Enden der Tragarme ist für ein Fußelement 9 ein Lagerkörper 14 befestigt. Die drei weiteren Fußelemente 9 sind an den entsprechenden Enden der Tragarme 13 befestigt.

Die 3 und 4 zeigen nochmals im Detail den Lagerkörper 14 mit dem dortigen Fußelement 9, dessen Kugelführung 12 an dem Lagerkörper 14 seitlich befestigt ist. Oben auf dem Lagerkörper 14 ist mittels eines Gelenkbolzens um eine horizontale Achse schwenkbar der Fußhebel 17 vorgesehen, und zwar aus der in der 3 dargestellten oberen Stellung in eine in dieser Figur mit unterbrochenen Linien und mit 17.1 bezeichnete untere Stellung. Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Achse des Gelenkbolzens 16 parallel zur Längserstreckung des betreffenden Tragarmes 13 orientiert und der Fußhebel 17 weist mit seinem freien Ende bezogen auf die Paukenachse radial nach außen, sodass dieser Hebel für den Fuß des Benutzers bzw. Paukenspielers problemlos zugänglich ist. Über einen Druck- oder Verbindungshebel 18 ist das obere Ende der Stange 11 des Fußelementes 9 gelenkig mit dem Fußhebel 17 verbunden, sodass beim Schwenken bzw. Niedertreten des Fußhebels 17 über den Verbindungshebel 18 die Stange 11 und damit das Fußelement 9 aus dem angehobenen Zustand in den abgesenkten Zustand bewegt werden, in welchem der Stand- oder Fußteller 10 dann gegen den Untergrund 8 anliegt und über das Fußelement 9 die Pauke 1 etwas angehoben ist. Durch einen gefederten Rasthebel 19, ist der Fußhebel 17 in der nach unten geschwenkten Stellung verriegelbar. Durch Schwenken des Rasthebels 19 kann diese Verriegelung gelöst werden.

An dem Fußhebel 17 bzw. an einem seitlichen Ausleger 20 dieses Fußhebels sind die Enden von drei Zugseilen 21 gehalten, die jeweils Bestandteil eines Bowdenzuges sind und zur Betätigung der drei anderen Fußelemente 9 dienen. Entsprechend der 5 ist an dem Lagerkörper 15 jedes dieser weiteren Fußelemente 9 die Kugelführung 12 seitlich befestigt. Weiterhin befindet sich oben auf dem Lagerkörper 15 jeweils eine Umlenkrolle 22 für das betreffende Zugseil 21, welches an seinem Ende an dem freien Ende eines Armes gehalten ist. Der Arm 23 ist mit seinem anderen Ende am oberen Ende der Stange 11 des betreffenden Fußelementes 9 befestigt und steht radial von der Stange 11 weg, sodass beim Niederschwenken des Fußhebels 17 nicht nur über den Verbindungshebel 18 das unmittelbar benachbarte Fußelement 9, sondern über die Zugseile 21 bzw. die entsprechenden Bautenzüge auch alle weiteren Fußelemente 9 aus der angehobenen Stellung in die untere Stellung bewegt werden.

Um das Niederschwenken des Fußhebels 17 zu unterstützen, d. h. die hierfür benötigte Kraft zu reduzieren, kann eine Federeinrichtung 24 vorgesehen sein, die in der nach oben geschwenkten Stellung des Fußhebels 17 weitestgehend unwirksam ist und die ihre Federkraft erst kurz vor Erreichen der unteren Stellung der Fußelemente 9 voll entfaltet, sodass das Anheben der Pauke durch die Fußelemente 9 mit nur geringem Kraftaufwand möglich ist und auch das Absenken der Pauke 1 nach dem Lösen des Rasthebels 19 und beim nach oben schwenken des Fußhebels 17 gedämpft erfolgt.

Die Erfindung wurde voranstehend an einem Ausführungsbeispiel beschrieben. Es versteht sich, dass zahlreiche Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne dass dadurch der der Erfindung zugrunde liegende Erfindungsgedanke verlassen wird. So ist es beispielsweise möglich, anstelle der die Zugseile 21 aufweisenden Bowdenzüge auch andere Übertragungssysteme für das gemeinsame Anheben und Absenken der Fußelemente 9 vorzusehen, beispielsweise ein hydraulisches System. Weiterhin ist es auch möglich, sämtliche Fußelemente 9 jeweils über einen Bautenzug oder ein anderes Kraft übertragendes System zu betätigen, beispielsweise wiederum von einem Fußhebel, der dann aber eigenständig und keinem Fußelement unmittelbar benachbart vorgesehen ist. Weiterhin besteht selbstverständlich auch die Möglichkeit, die Fußelemente 9, deren Lagerkörper usw. nicht an den Tragarmen 13, sondern zumindest teilweise auch an anderen Elementen des Fußteiles 5, beispielsweise an den Fußteilarmen 6 vorzusehen.

Bezugszeichenliste

1
Konzertpauke
2
Paukengestell
3
Paukenkessel
4
Paukenfell
5
Fußteil
6
Fußteilarm
7
Rolle
8
Untergrund
9
Fußelement
10
Fuß- oder Standteller
11
Stange
12
Führung, beispielsweise Kugelführung
13
zusätzlicher Tragarm
14, 15
Lagerkörper
16
Gelenkbolzen
17
Fußhebel
17.1
Fußhebel in abgesenkter Stellung
18
Gelenkhebel
19
Rasthebel
20
Ausleger
21
Zugseil
22
Umlenkrolle
23
Arm
24
Feder- und Dämpfungseinrichtung
A
Bewegungshub der Fußelemente 9


Anspruch[de]
Pauke mit einem an einem Paukengestell (2) mit Fußteil (5) gehaltenen Paukenkessel (3), wobei die am Fußteil (5) vorgesehene Fußelementanordnung wenigstens zwei Typen von Fußelementen (7, 9) aufweist, von denen die Fußelemente (7) eines ersten Typs ein Bewegen der Pauke (1) durch Rollen oder Gleiten entlang eines Untergrundes (8) ermöglichen und die Fußelemente (9) eines zweiten Typs die Pauke (1) am Untergrund (8) fixieren, und wobei eine Betätigungseinrichtung (17, 18, 21) vorgesehen ist, über die die Fußelemente (7; 9) zumindest eines Typs (9) derart zwischen einer wirksamen und nicht wirksamen Stellung bewegbar sind, dass in einem ersten Zustand der Betätigungseinrichtung (17, 18, 21) die Pauke (1) mit den Fußelementen (7) des ersten Typs bei nicht wirksamen, d. h. vom Untergrund (8) beabstandeten Fußelementen (9) des zweiten Typs auf diesem Untergrund (8) aufsteht und in einem zweiten Zustand der Betätigungseinrichtung (17, 18, 21) die Pauke (1) mit den Fußelementen (9) des zweiten Typs bei nicht wirksamen, d. h. vom Untergrund (8) beabstandeten Fußelementen (7) des ersten Typs auf dem Untergrund (8) aufsteht. Pauke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fußelemente (7) des ersten Typs über die Betätigungseinrichtung (17, 18, 21) in vertikaler Richtung zwischen einer wirksamen und nicht wirksamen Stellung bewegbar sind. Pauke nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fußelemente (9) des zweiten Typs zwischen einer wirksamen und nicht wirksamen Stellung in vertikaler Richtung bewegbar sind. Pauke nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (17, 18, 21) ein schwenkbares Fußpedal oder einen schwenkbaren Fußhebel (17) aufweist, der über Kraftübertragungselemente (18, 21) mit sämtlichen Fußelementen (7; 9) wenigstens einen Typs, beispielsweise mit den Fußelementen (9) des zweiten Typs, zum Bewegen dieser Fußelemente (7; 9) antriebsmäßig verbunden ist. Pauke nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftübertragungselemente (18, 21) zumindest teilweise von Zugseilen (21) einer Seilzuganordnung, beispielsweise von Seilzügen (21) von Bowdenzügen gebildet sind. Pauke nach einem der vorhergehend Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Kraftübertragungselement (18; 21) von einem Gelenkhebel (18) gebildet ist. Pauke nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die beweglichen Fußelemente (9) des zweiten Typs jeweils eine in einer Führung (12) geführte Stange (11) aufweisen, und dass die Kraftübertragungselemente (18, 21) an dieser Stange (11) angreifen. Pauke nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fußelemente (7) des ersten Typs Rollen sind. Pauke nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Feder- oder Dämpfungsmittel (24) zum unterstützen der Bewegung der beweglichen Fußelemente (9) des zweiten Typs aus der nicht wirksamen Stellung in die wirksame Stellung und/oder zum Dämpfen der Bewegung der beweglichen Fußelemente (9) des zweiten Typs aus der wirksamen in die nicht wirksame Stellung.






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