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Dokumentenidentifikation DE102006041486B4 28.04.2011
Titel Kosmetische und dermatologische Zubereitung
Anmelder Küchenmeister, Kurt-Dieter, 76703 Kraichtal, DE
Erfinder Küchenmeister, Kurt-Dieter, 76703 Kraichtal, DE
DE-Anmeldedatum 02.09.2006
DE-Aktenzeichen 102006041486
Offenlegungstag 06.03.2008
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 28.04.2011
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.04.2011
IPC-Hauptklasse A61K 36/63  (2006.01)  A,  F,  I,  20060902,  B,  H,  DE
IPC-Nebenklasse A61K 36/28  (2006.01)  A,  L,  I,  20060902,  B,  H,  DE
A61K 35/64  (2006.01)  A,  L,  I,  20060902,  B,  H,  DE
IPC additional class A61P 17/00  (2006.01)  A,  L,  N,  20060902,  B,  H,  DE

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft kosmetische und dermatologische Zubereitungen, die durch die Verwendung einer Kombination aus Olea Europea Oil, Cera Flava, Royal Jelly und Helianthus Tuberosus Destillat unter wechselnden Zusätzen weiterer Zusatzwirkstoffe es ermöglicht, verschiedene Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Ichthyose u. a. zu lindern und langfristig zu heilen.

Gleichzeitig können diese Zubereitungen kosmetisch eingesetzt werden zur Verbesserung der Hautdurchblutung und zur positiven Beeinflussung der Regenerierung der Körper-, Gesichts- und Kopfhaut sowie zur Haarbodenpflege.

Es sind eine große Zahl von Errfindungen bekannt, die in der Hauptsache kometische aber auch dermatologische Zubereitungen beinhalten, in der Regel zur Behandlung von Hautalterungserscheinungen.

Hierzu werden meist geeignete Emulsionen, wie zum Beispiel O/W, W/O-Crems, Lotionen, Fluids oder Gele eingesetzt. So beschreibt die WO 2006/018149 A1 ein kosmetisches Hautbehandlungsmittel einer Öl-in-Wasser-Emulsion, enthaltend Taurin und mindestens einen linearen primären Fett- oder Wasseralkohol mit einer Kettenlänge der Alkylgruppe von 20–40 Kohlenstoffatomen, zur Regeneration der Hautbarrierefunktion.

Die EP 1 355 614 B1 betrifft ebenfalls eine hautpflegende kosmetische und dermatologische Emulsion. In einer vorteilhaften Ausführungsform beschreibt diese Erfindung eine Anwendung, welche es erlaubt, die Stabilität von fettsäurehaltigen Zubereitungen, insbesondere Emulsionen, bevorzugt von W/O-Emulsionen zu steigern.

Die DE 10 2004 058 982 A1 beschreibt eine kosmetische Zubereitung, enthaltend eine Wirkstoffkombination aus N-Alkylserin und Coenzym Q10 zur Behandlung von Hautalterungserscheinungen. Insbesondere soll die Zubereitung zur Behandlung und aktiven Prävention trockener Hautzustände und zur Stärkung der Barrierefunktion der Haut dienen. Den Ansprüchen zur Folge soll die Zubereitung in Form einer Emulsion, einer O/W-Emulsion vorliegen.

Auch die DE 10 2005 121 583 A1 beschreibt eine kosmetische Zubereitung sowie ihre Herstellung und Verwendung insbesondere im Bereich der dekorativen Kosmetik. Bevorzugt liegt sie in einer Wasser-in-Silikon-Emulsion vor und soll sich ausschließlich von Pflanzen ableiten und/oder mineralische und/oder synthetische Inhaltsstoffe enthalten und dabei völlig frei von Stoffen sein, die sich von Tieren ableiten.

Der Stand der Technik zeigt, daß eine übliche kosmetische Darreichungsform die Emulsionen sind, insbesonde O/W-Emulsionsen. Darunter versteht man ein heterogenes System aus zwei mitteinander nicht oder nur begrenzt mischbaren Flüssigkeiten, wie Öl und Wasser, die üblicherweise als Phasen bezeichnet werden. Die eine liegt dabei in Form von Tröpfchen vor, die disperse Phase, während die andere Flüssigkeit eine kontinuierliche kohärente Phase bildet. Seltenere Darreichungsformen sind multiple Emulsionen, also solche, welche in den Töpfchen der dispergierten Phase ihrerseits Tröpfchen einer weiteren dispergierten Phase enthalten, z. B. W/O/W-Emulsionen und O/W/O-Emulsionen.

Bei der Beschreibung der Inhaltsstoffe dieser Emulsionen wird auch mal unter einer großen Anzahl von Ölen Olivenöl genannt. Ebenso ist es bekannt zur Herstellung von Lippenstiften z. B. Bienenwachs zu verwenden.

Diese Schriften konnten jedoch nicht den Weg zur vorliegenden Erfindung weisen, da sie allgemein Emulsionen vorschlagen, die das Ziel haben, Hautalterungserscheinungen zu behandeln, was das Ziel von Kosmetika ist. Sie sind in der Regel nicht geeignet, um eine dauerhafte Linderung der Symtomatik und Heilung von Hauterkrankungen, insbesondere solcher mit entzündlichem und/oder allergischem und/oder hyperkeratotischem Charakter, wie Ichthyose bzw. Psoriasis, Neurodermitis, Dupuyten oder Varikosis zu bewirken.

Zur Behandlung von Hauterkrankungen werden in der Regel pharmazeutische Zubereitungen (Arzneimittel) eingesetzt. Diese enthalten pharmakologisch hochwirksame Substanzen wie z. B. Kortisonderivate, die Risiken und gravierende Nebenwirkungen in sich bergen. Häufig kommt es nach dem Absetzen von Kortisonderivaten zu einem verstärkten Ausbruch der Symtomatik.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine kosmetische und dermatologische Zubereitung zu entwickeln, die ohne pharmakologische Wirksubstanzen, auf der Grundlage natürlicher pflanzlicher und von Tieren erzeugter Rohstoffe geeignet ist, eine dauerhafte Linderung der Symtomatik und Heilung von Hauterkrankungen, insbesondere solcher mit entzündlichem und/oder allergischem und/oder hyperkeratotischem Charakter, wie Ichthyose bzw. Psoriasis, Neurodermitis, Dupuyten oder Varikosis zu bewirken.

Es wurde überraschend gefunden, daß diese Aufgabe, wie im Patentanspruch 1 dargelegt, durch die Herstellung einer kosmetischen und dermatologischen Zubereitung, die in Kombination die Wirkstoffe Olea Europea Oil, Cera Flava, Royal Jelly und Helianthus Tuberosus Destillat enthält, gelöst wird. Dem Patentanspruch 2 sind die minimalen und maximalen Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, zu entnehmen.

Zur Unterstützung und Verstärkung der Wirksamkeit der Zubereitung werden wahlweise weitere Zusatzwirkstoffe, wie Cetylpalmitat, Panthenol, Vitamin Tocopherol, pflegende etherische Öle, Zinkoxyd und Auszüge aus diversen Pflanzen hinzugefügt.

Je nach Bedarf werden, zugeschnitten auf die jeweilige Symtmatik des Patienten, weitere nicht genannte pflanzliche Auszüge verwendet. Die Zubereitung wird ohne Einsatz von Wasser hergestellt, im Gegensatz zu herkömmlichen kosmetischen Präparaten.

Bevozugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Zubereitungen sind die Ganzkörperlotin, Crems und Lotion zur Pflege des Haarbodens.

Das nachfolgende Beispiel für eine Zubereitung soll die Erfindung näher erläutern, ohne sie jedoch darauf zu beschränken (bei allen Gewichtsangaben handelt es sich um Gewichtsprozente, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung).

Ausführungsbeispiel

Aus folgenden Bestandteilen wird eine Lotion hergestellt: Bestandteile Gew.-% Olea Europea Oil und Cera Flava 90 Gelee Royal 2 Helianthus Tuberosus Destillat 2 Cetylpalmitat 3 Panthenol 1 Vitamin Tocopherol 1,5 Parfümöl 0,5

In mehreren Einzelversuchen mit den Zubereitungen wurden sowohl die pflegenden Eigenschaften wie auch die lindernde und heilende Wirksamkeit bei Patienten mit Hauterkrankungen, die einen entzündlichen und/oder allergischen und/oder einen hyperkeratotischen Charakter haben, reproduzierbar belegt.

Dies soll an Hand der nachfolgenden Beispiele verdeutlicht werden:

Psoriasis:

Bei einem fünfundsechzig Jahre alten Landwirt, welcher über 20 Jahre seine tief aufgerissenen und mit Hautstapeln besetzten Hände, trotz Betreuung durch mehrere Hautärzte, nicht heilen konnte, gelang es mittels einer erfinderischen Zubereitung in Form einer Creme, innerhalb von fünf Monaten eine vollkommene Gesundung durch eine Neubildung der Haut zu erreichen.

Ichthyose:

Eine dreiundzwanzig jährige Frau leidet laut Diagnose ihres Arztes an Ichthyose, welche besonders an den Händen, Armen und Beinen auftritt.

Sie berichtet, dass durch die Verwendung einer erfinderischen Zubereitung in Form einer Creme,

die Haut glatt und angenehm ist und nicht mehr gereizt ist.

Da sie im Service-Bereich tätig ist und viel mit Wasser und Spülmittel hantieren muß, ist sie von der immer wieder heilenden Wirkung begeistert.

Neurodermitis:

Eine Ärztin, die an dieser Erkrankung leidet, konnte feststellen, dass nach Anwendung einer erfinderischen Zubereitung in Form einer Creme auf ihren Armen die Hautreizungen zurück gingen. Sie stellte in Aussicht, dass nach einer erfolgreichen größeren flächenmäßigen Anwendung die Cordisongaben verringert werden können.

Eine junge Frau mit gleichem Krankheitsbild hat seit kurzem eine Anwendung begonnen und konnte eine gute Hautverträglichkeit und Verbesserung des Hautzustandes feststellen.

Dupuyten::

In drei Fällen konnte bewiesen werden, dass die erfinderische Zubereitung in der Lage ist, knorpelige Gewebeverdichtungen zurückzuentwickeln

Bei einer Frau hatte sich nach zweimaliger Stoßverletzung an der Kopfoberseite im Haupthaarbereich eine Entzündung gebildet, welche operiert werden mußte. Nach geraumer Zeit zeigte sich an dieser Stelle eine bohnenkerngroße knorpelige Erhöhung. Diese konnte innerhalb eines Jahres durch das Auftragen der erfinderischen Zubereitung zurückentwickelt werden.

Ein Mann, im Alter von dreiundvierzig Jahren, hatte im linken Stirnbereich eine feste, sichtbare, knorpelige Erhöhung, welche innerhalb eines halben Jahres mittels der erfinderischen Zubereitung aufgelöst werden konnte.

Varikosis:

Bei einer Venenblockade, bei der das Blut in das Gewebe unter der Haut eintritt, treten flächig rotbraune Hautbereiche auf, welche bei gleichzeitiger dünner Haut in Erscheinung zu treten scheinen. Der Erfinder selbst litt unter diesen Erscheinungen und war in ärztlicher Behandlung. Zum Erstaunen seines Arztes konnte er diese Symtome innerhalb einiger Wochen mittels seiner erfinderischen Zubereitung auflösen.

Haarbodenpflege:

Die Eigentümerin eines Friseursalons hat einer Kundin, die seit Jahren unter sogenannten ”Haarschimmel” litt und bei der alle Versuche der Heilung fehlgeschlagen waren, die erfinderische Zubereitung zur Probe empfohlen. Nach zirka vier Wochen, bei ihrem nächsten Friseurtermin war ihr Haar vollkommen gesund.

Die erfinderische Zubereitung zur Haarbodenpflege beeinflußt die Durchblutung der Kopfhaut positiv und fördert damit deren Regenerierung. Mehrer Probanden, die die erfinderische Haarbodenlotion ausprobierten, konnten feststellen, dass die Stärke der Kopfhaut samt dem darunter liegenden Gewebe abnahm. Danach bekam das vorhandene Haar ein vollkommen neues, gesundes Aussehen. Nach längerer Behandlung begann sich neuer Haarwuchs zu entwickeln.


Anspruch[de]
Kosmetische und dermatologische Zubereitung, enthaltend eine Kombination aus Olea Europea Oil, Cera Flava, Royal Jelly und Helianthus Tuberosus Destillat. Zubereitung nach Anspruch 1, enthaltend

(I) 78 bis 92 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, Olea Europea Oil gemeinsam mit Cera Flava

(II) 1 bis 10 Gew.-% Royal Jelly

(III) 2 bis 5 Gew.-% Helianthus Tuberosus Destillat.
Zubereitung nach Anspruch 1 oder 2, enthaltend weiterhin Zusatzwirkstoffe. Zubereitung nach Anspruch 3, enthaltend 2 bis 8 Gew.-% Cetylpalmitat und/oder 1 bis 5 Gew.-% Panthenol und/oder 0,5 bis 1,0 Gew.-% Vitamin Tocopherol und/oder 0,5 bis 8,0 Gew.-% pflegende etherische Öle und/oder 1 bis 2 Gew.-% Zinkoxyd und/oder 0 bis 10 Gew.-% Auszug aus Gänseblümchen und/oder 0 bis 10 Gew.-% Auszug aus Ringelblume und/oder 0 bis 10 Gew.-% Auszug aus Rosskastanie und/oder 0 bis 10 Gew.-% Auszug aus Aloe und/oder 0 bis 1 Gew.-% Weihrauch und/oder 0 bis 0,5 Gew.-% Rosenöl und/oder 0 bis 0,5 Gew.-% Lavendelöl. Zubereitung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, enthaltend 0 bis 10 gew.-% Auszüge aus weiteren Pflanzen. Zubereitung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, vorliegend in Form einer Ganzkörperlotion. Zubereitung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, vorliegend in Form einer Creme für sensible Hauttypen. Zubereitung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, vorliegend in Form einer Lotion zur Pflege des Haarbodens. Verwendung einer Kombination aus Olea Europea Oil, Cera Flava, Royal Jelly und Helianthus Tuberosus Destillat nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8 zur Herstellung einer kosmetischen und dermatologischen Zubereitung zur Behandlung von Ichthyose bzw. Psoriasis. Verwendung einer Kombination aus Olea Europea Oil, Cera Flava, Royal Jelly und Helianthus Tuberosus Destillat nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8 zur Herstellung einer kosmetischen und dermatologischen Zubereitung zur Behandlung von Neurodermitis. Verwendung einer Kombination aus Olea Europea Oil, Cera Flava, Royal Jelly und Helianthus Tuberosus Destillat nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8 zur Herstellung einer kosmetischen und dermatologischen Zubereitung zur Behandlung von Dupuyten. Verwendung einer Kombination aus Olea Europea Oil, Cera Flava, Royal Jelly und Helianthus Tuberosus Destillat nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8 zur Herstellung einer kosmetischen und dermatologischen Zubereitung zur Behandlung von Varikosis. Verwendung einer Kombination aus Olea Europea Oil, Cera Flava, Royal Jelly und Helianthus Tuberosus Destillat nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8 zur Herstellung einer kosmetischen und dermatologischen Zubereitung zur Haarbodenpflege. Verwendung eine Kombination aus Olea Europea Oil, Cera Flava, Royal Jelly und Helianthus Tuberosus Destillat nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8 zur Herstellung einer kosmetischen und dermatologischen Zubereitung zur Verbesserung der Hautdurchblutung und zur positiven Beeinflussung der Regenerierung der Körper-, Gesichts- und Kopfhaut.






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