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Dokumentenidentifikation DE102007054141B4 28.04.2011
Titel Fahrzeugantenne
Anmelder Wilhelm Sihn jr. GmbH & Co. KG, 75223 Niefern-Öschelbronn, DE
Erfinder Schnürer, Marco, 75175 Pforzheim, DE
Vertreter Twelmeier Mommer & Partner Patent- und Rechtsanwälte, 75172 Pforzheim
DE-Anmeldedatum 14.11.2007
DE-Aktenzeichen 102007054141
Offenlegungstag 20.05.2009
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 28.04.2011
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.04.2011
IPC-Hauptklasse H01Q 1/32  (2006.01)  A,  F,  I,  20071114,  B,  H,  DE
IPC-Nebenklasse H01Q 1/12  (2006.01)  A,  L,  I,  20071114,  B,  H,  DE
B60R 11/02  (2006.01)  A,  L,  I,  20071114,  B,  H,  DE
F16J 15/10  (2006.01)  A,  L,  I,  20071114,  B,  H,  DE
H01Q 1/42  (2006.01)  A,  L,  I,  20071114,  B,  H,  DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Fahrzeugantenne zur Montage auf einem Karosserieteil, das eine tiefgezogene Aufnahmemulde mit einer Öffnung aufweist. Derartige Antennen, die einen Boden und eine auf den Boden aufgesetzte Haube aufweisen, wurden 2003 bei BMW-Fahrzeugen der 5er Reihe eingebaut und sind beispielsweise auch aus der DE 94 14 817 U1 bekannt.

Derartige Fahrzeugantennen werden bestimmungsgemäß in eine tiefgezogene Aufnahmemulde eines Karosserieteils eingesetzt und haben ein Antennengehäuse, das von einem Boden und einer auf den Boden aufgesetzten Haube gebildet wird. Durch eine in der Aufnahmemulde angeordnete Öffnung des Karosserieteils können Kabel und/oder Steckverbinder hindurchgeführt werden, um die Antenne an Leitungen im Innenraum des Fahrzeugs anzuschließen. Zum Schutz der Innenräume der Antenne und des Fahrzeugs vor Staub und Feuchtigkeit ist eine Dichtung um die Öffnung des Karosserieteils herum und eine Abdichtung einer Stoßstelle zwischen Boden und Haube erforderlich.

Aus der DE 101 33 295 A1 ist ferner eine Fahrzeugantenne mit einem Boden und einer auf den Boden aufgesetzten Haube zur Montage auf eine ebene Karosseriefläche bekannt. Bei dieser Fahrzeugantenne trägt der Boden eine umlaufende Dichtung trägt, die mit einem verdickten Randsegment über den Boden übersteht. Die Haube liegt auf einem Teilbereich des Randsegments aufliegt und wird von dem Randsegment umgriffen. Eine solche Fahrzeugantenne ist auch aus der EP 1 667 277 A1 bekannt.

Aus der DE 20 2004 004 740 A1 ist eine Fahrzeugantenne mit einem Boden bekannt, der Schaltungsmodule und Strahler trägt. Der Boden ist von einer Haube bedeckt, die auf die Karosserie des Fahrzeugs aufgeklebt wird.

Aus der DE 10 2005 033 177 A1 ist eine Fahrzeugantenne bekannt, bei welcher der Boden formschlüssig mit einer Dichtung verbunden ist, die mit einem verdickten Rand über den Boden übersteht.

Aus der DE 103 13 664 B3 ist eine Fahrzeugantenne bekannt, bei welcher der Antennenboden auf einer Dichtung aufliegt, die aus einem Platten- oder Bandmaterial ausgeschnitten ist und aus einem geschlossenzelligen Schaumstoff besteht.

Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer Antenne der eingangs genannten Art mit geringem Aufwand die erforderliche Abdichtung zu bewirken.

Diese Aufgabe wird durch eine Fahrzeugantenne mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Bei einer erfindungsgemäßen Fahrzeugantenne wird die tiefgezogene Aufnahmemulde des Karosserieteils mit einer umlaufenden Dichtung, die aus einem Platten- oder Bandmaterial ausgeschnitten ist, abgedichtet, so dass einem Eindringen von Feuchtigkeit in die Aufnahmemulde entgegengewirkt wird und vorteilhaft auf eine separate Dichtung zum Abdichten der Öffnung des Karosserieteils verzichtet werden kann. Erfindungsgemäß trägt der Boden der Fahrzeugantenne eine umlaufende Dichtung, die über seinen Rand übersteht. Der über den Rand des Bodens überstehende Bereich der Dichtung wird im montierten Zustand von der Haube der Fahrzeugantenne gegen das Karosserieteil gepresst. Vorteilhaft kann so mit einer einzigen Dichtung sowohl das Gehäuse als auch die Aufnahmemulde abgedichtet werden.

Bevorzugt presst die Haube auch einen auf dem Boden aufliegenden Bereich der Dichtung gegen den Boden der Fahrzeugantenne. Auf diese Weise können ohne zusätzlichen Aufwand mit einer einzigen Dichtung zwei Dichtstellen bewirkt werden, nämlich einerseits zwischen Haube und Karosserieteil und andererseits zwischen Haube und Boden. Besonders vorteilhaft lässt sich dies dadurch erreichen, dass die Haube eine Innenwand aufweist, mit der sie den auf dem Boden aufliegenden Bereich der Dichtung gegen den Boden presst.

Die Haube hat eine Außenwand, welche die Dichtung umlaufend umschließt, also im montierten Zustand das Karosserieteil berührt. Auf diese Weise kann die Dichtung hinter der Außenwand der Haube versteckt werden, so dass der ästhetische Eindruck der Fahrzeugantenne bzw. des Fahrzeugs durch die Dichtung nicht beeinflusst wird. Das Anpressen des über den Rand des Bodens überstehenden Bereichs der Dichtung kann mit einer parallel zur Außenwand verlaufenden Innenwand erreicht werden. Möglich ist es auch, die Außenwand mit einer dem Karosserieteil zugewandten Nut zu versehen, so dass im montierten Zustand die außen liegende Wand der Nut auf dem Karosserieteil und die innen liegende Wand der Nut auf der Dichtung sitzt. Möglich ist es beispielsweise auch, die Außenwand mit einer Stufe zu versehen, so dass die Außenwand sowohl das Karosserieteil berühren als auch die Dichtung verpressen kann.

Die Dichtung ist bevorzugt aus einem geschlossenzelligen Schaumstoff und kann mit geringem Aufwand aus einem Bandmaterial ausgeschnitten werden. Auf diese Weise lässt sich eine Dichtung in Form einer Ringscheibe herstellen, die auf dem Boden eines erfindungsgemäßen Antennengehäuses angebracht werden kann.

Bevorzugt umschließt die äußere Haube, die bestimmungsgemäß die Dichtung verpresst eine innere Haube. Diese Maßnahme hat den Vorteil, dass elektrische Komponenten der Antenne, beispielsweise Strahler und Schaltungselemente, in einem von dem Boden und der inneren Haube umschlossenen Innenraum bereits während der Montage der Antenne an einem Fahrzeug vor schädlichen Umwelteinflüssen geschützt sind. Obwohl die äußere Haube erst in einem relativ späten Montageschritt auf den Boden aufgesetzt wird, kann so mittels der inneren Haube der Gefahr einer Beschädigung empfindlicher Antennenkomponenten begegnet werden.

Da die Vorteile der vorstehend beschriebenen Erfindung unabhängig von den elektrotechnischen Eigenschaften der Antenne und der Ausgestaltung von Strahlern und/oder Anschlüssen genutzt werden können, betrifft die Erfindung insbesondere auch ein Gehäuse für eine Fahrzeugantenne, das einen Boden und eine auf den Boden aufgesetzte Haube aufweist, wobei der Boden eine umlaufende Dichtung trägt, die über seinen Rand übersteht, und wobei die Haube auf einem über den Rand des Bodens überstehenden Bereich der Dichtung aufliegt und diesen im montierten Zustand gegen ein Karosserieteil presst, das eine tiefgezogene Aufnahmemulde aufweist.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden an einem Ausführungsbeispiel unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erläutert. Die dabei beschriebenen Merkmale können einzeln und in Kombination zum Gegenstand von Ansprüchen gemacht werden. Es zeigen:

1: ein Ausführungsbeispiel eines Karosserieteils mit einer tiefgezogenen Aufnahmemulde für eine Fahrzeugantenne in einem Längsschnitt;

2: die in 1 dargestellte Aufnahmemulde mit einem eingesetzten Boden einer Fahrzeugantenne in einem Längsschnitt;

3: das in 2 dargestellte Ausführungsbeispiel mit aufgesetzter Haube in einem Längsschnitt.

1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Karosserieteils 1 mit einer tiefgezogenen Aufnahmemulde 2 für eine Fahrzeugantenne. Die Aufnahmemulde 2 ist in 1 geschnitten dargestellt und hat in ihrem Zentrum eine Öffnung 3 zum Durchführen von Kabeln und/oder Steckverbindern, über welche eine Antenne an Leitungen im Fahrzeuginneren angeschlossen werden kann.

2 zeigt einen in die Aufnahmemulde 2 des in 1 dargestellten Karosserieteils 1 eingesetzten Boden 4 einer Fahrzeugantenne. Der Boden 4 ist bevorzugt als Platte ausgebildet und trägt auf seiner von dem Karosserieteil 1 abgewandten Seite eine umlaufende Dichtung 5, die über seinen Rand übersteht. Wie 2 zeigt, liegt die Dichtung 5 auf dem Karosserieteil 1 am Rand der tiefgezogenen Aufnahmemulde 2 auf. Die Dichtung 5 ist bevorzugt aus Schaumstoff. Besonders geeignet sind Kunststoffe mit einer Shore-A-Härte von 10 bis 70. Eine derartige Dichtung 5 kann kostengünstig aus einer Platte oder einem Bandmaterial ausgeschnitten werden, so dass sie die Form einer Ringscheibe erhält.

Der Boden 4 trägt bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine innere Haube 6, die zusammen mit dem Boden 4 einen Innenraum einschließt, in dem ein oder mehrere Strahler zum Senden und/oder Empfangen von Funk- oder Mikrowellensignalen, Schaltungselemente der Antenne und elektrische Anschlüsse, die durch Öffnungen 7 des Bodens 4 in den Innenraum des Fahrzeugs führen, angeordnet sind. Diese Details sind in 2 nicht gezeigt und können ebenso wie bei handelsüblichen Fahrzeugantennen ausgebildet sein.

Auf den Boden 4 ist eine äußere Haube 8 aufgesetzt, welche die innere Haube 6 umgibt, wie dies in 3 dargestellt ist. Wie man darin erkennt, liegt die Haube 8 auf dem über den Rand des Bodens 4 überstehenden Bereich der Dichtung 5 auf und presst diesen im montierten Zustand der Fahrzeugantenne gegen das Karosserieteil 1. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel hat die Außenwand 9 der Haube 8 eine umlaufende Nut 10. Eine innere Wand 11 dieser Nut 10 sitzt auf dem über den Rand des Bodens 4 hinausragenden Bereich der Dichtung 5, während die äußere Wand 12 der Nut 10 das Karosserieteil 1 berührt, so dass die Dichtung 5 verborgen ist und den ästhetischen Eindruck der montierten Fahrzeugantenne nicht beeinträchtigen kann.

Die äußere Haube 8 hat eine Innenwand 13, mit der sie auf einem auf dem Boden 4 aufliegenden Abschnitt der Dichtung 5 sitzt und gegen den Boden 4 presst.

Die äußere Haube 8 verrastet mit der Bodenplatte 4. Bevorzugt sind hierfür, wie bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel, an der Bodenplatte 4 Rasthaken 14 vorgesehen, welche in Rastöffnungen einer Innenwand 15 der äußeren Haube 8 einrasten. Die Rasthaken 14 lassen sich zudem vorteilhaft als Positionierhilfen für die Dichtung 5 nutzen. Wie nämlich 2 zeigt, liegt die Dichtung 5 mit ihrem inneren Rand an den Rasthaken 14 an.

Die Dichtung 5 kann bei der Montage lose auf den Boden 4 aufgelegt werden. Bevorzugt ist die Dichtung 5 aber stoffschlüssig mit dem Boden 4 verbunden, beispielsweise verklebt, damit bei der Montage der Fahrzeugantenne auf einem Karosserieteil 1 eines Fahrzeugs weniger Einzelteile zu Handhaben sind.

Das in 3 dargestellte Antennengehäuse kann mittels einer Befestigungseinrichtung der in DE 102 10 593 B4 beschriebenen Art an dem Karosserieteil 1 befestigt werden. Eine derartige Befestigungseinrichtung greift durch die Öffnung 3 des Karosserieteils hindurch und verankert die Fahrzeugantenne, indem die Fahrzeugantenne gegen das Karosserieteil gezogen wird.


Anspruch[de]
Fahrzeugantenne zur Montage auf einem Karosserieteil (1), das eine tiefgezogene Aufnahmemulde (2) mit einer Öffnung (3) aufweist, wobei

die Fahrzeugantenne einen Boden (4) und eine auf den Boden (4) aufgesetzte Haube (8) aufweist,

der Boden (4) eine umlaufende Dichtung (5) trägt, die aus einem Platten- oder Bandmaterial ausgeschnitten ist und über seinen Rand übersteht,

die Haube (8) auf einem über den Rand des Bodens (4) überstehenden Bereich der Dichtung (5) aufliegt und diesen im montierten Zustand der Fahrzeugantenne gegen das Karosserieteil (1) presst,

die Dichtung (5) auf einer der Haube (8) zugewandten Seite des Bodens (4) aufliegt, und

die Haube (8) eine Außenwand (9) aufweist, welche die Dichtung (5) umlaufend umschließt.
Fahrzeugantenne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Haube (8) einen auf dem Boden (4) aufliegenden Bereich der Dichtung (5) gegen den Boden (4) presst. Fahrzeugantenne nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Haube (8) eine Innenwand (13) aufweist, mit der die Haube (8) den auf dem Boden (4) aufliegenden Bereich der Dichtung (5) gegen den Boden (4) presst. Fahrzeugantenne nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (5) aus Schaumstoff ist. Fahrzeugantenne nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (5) aus einem Kunststoff aus einer Shore-A-Härte von 10 bis 70 ist. Fahrzeugantenne nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (5) eine Ringscheibe ist. Fahrzeugantenne nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haube (8) mit dem Boden (4) verrastet. Fahrzeugantenne nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (4) eine innere Haube (6) trägt, die von der auf der Dichtung (5) aufliegenden äußeren Haube (8) umgeben ist. Fahrzeugantenne nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (5) einen streifenförmigen Querschnitt hat. Fahrzeugantenne nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (5) stoffschlüssig mit dem Boden (4) verbunden ist. Karosserieteil mit einer tiefgezogenen Aufnahme (2), die eine Öffnung (3) aufweist, und einer auf dem Karosserieteil (1) montierten Fahrzeugantenne nach einem der vorstehenden Ansprüche. Karosserieteil nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (5) über die Aufnahmemulde (2) hinausragt und von der Haube (8) außerhalb der Aufnahmemulde (2) gegen das Karosserieteil (1) gepresst wird. Karosserieteil nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (2) eine Kontur hat, welche den Rand des Bodens (4) umgibt.






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